Als Schutzmaßnahme gegen Corona-Infektionen wurden während der Pandemie ganze Belegschaften ins Homeoffice geschickt. Die Reaktionen darauf fielen sowohl bei den Arbeitgebern als auch bei den Arbeitnehmern unterschiedlich aus. Manche Chefs sahen ihre Vorurteile bestätigt, dass zu Hause die Ablenkungen zu groß seien, andere sahen die wegfallenden Wegzeiten positiv und erkannten sogar eine höhere Produktivität. Mitarbeiter im Homeoffice haben ihrerseits unterschiedliche Erfahrungen gemacht, vom Lagerkoller bis zur Lebenswertsteigerung.

Die Frage, wie sich der Trend zum Homeoffice auf die Nachfrage nach Bürofläche auswirkt, ist noch nicht entschieden. Es zeichnet sich jedoch ab, dass Firmen an hybriden Arbeitsmodellen, also einer Mischung aus Büropräsenz und Homeoffice, festhalten werden. Gewichtiger dürfte jedoch sein, dass sich eher die Qualität der Arbeitsplätze ändert, als dass weniger Fläche gebraucht würde. Denn Zellenbüros, um darin Routineaufgaben abzuarbeiten, erscheinen nicht mehr zeitgemäß. Es hat sich – schon vor Corona – ein neuer Stil zu arbeiten etabliert, der mehr Raum etwa für Meeting Rooms, Lounges oder Sitzecken erfordert.

Mehr statt weniger
In Deutschlands sieben größten Bürostandorten wurden im ersten Halbjahr 2022 deutlich mehr Flächen nachgefragt als im vorausgegangenen ersten Halbjahr, am Hotspot München sogar rund 60 Prozent mehr. Interessant dabei: Flächen bis 2.000 Quadratmeter wurden in den ersten Monaten dieses Jahres weniger nachgefragt als im Vergleichszeitraum des Vorjahrs, große Flächen ab 2.000 Quadratmeter dafür mehr, zum Teil deutlich. Das kann ein Indiz dafür sein, dass Formen der Arbeitsplatzgestaltung, die einer neuen Generation von Arbeitnehmern Rechnung tragen, bereits Eingang in die Unternehmensplanungen gefunden haben.

Im Workshop "Büros: Sturm im Wasserglas oder wieder heiß begehrt?" auf dem Investmentforum Sachwerte am 11. Oktober 2022 in Frankfurt werden Marcus Cieleback, Chefvolkswirt des Immobilienunternehmens Patrizia, und Andreas Heibrock, Geschäftsführer der Patrizia Grundinvest, die verschiedenen Einflussfaktoren auf die Büroflächennachfrage nach Corona vorstellen und mit den Teilnehmern diskutieren. (tw)


Würgen Zinswende und Inflation den Real-Asset-Boom ab? 
Die Beantwortung dieser Frage steht im Zentrum der zweiten Auflage des FONDS professionell Investmentforums zum Thema Sachwerte am 11. Oktober im stilvollen Ambiente des Steigenberger Frankfurter Hofs. Die Referenten der bedeutendsten Anbieter aus den Assetklassen Immobilien, Solaranlagen und Private Equity stellen sich im Anschluss an ihre Workshops den differenzierten Fragen der renommiertesten Investmentexperten des Landes, die die Strategien der Investmenthäuser kritisch unter die Lupe nehmen. 

Da es sich um eine kostenfreie Veranstaltung handelt, ist die Teilnehmeranzahl streng limitiert. Melden Sie sich also rasch an – jedoch spätestens bis 7. Oktober 2022.