IT-Investitionen drücken Warburg Bank tief in die roten Zahlen
M.M. Warburg & Co. meldet für 2025 knapp 39 Millionen Euro Verlust. Belastet wurde das Ergebnis vor allem durch die Restrukturierung des Geschäfts und Investitionen in die IT.
Die Hamburger Privatbank M.M. Warburg & Co. hat das vergangene Jahr mit einem hohen Verlust abgeschlossen. Grund dafür waren eine Restrukturierung sowie Investitionen in die IT. Der Jahresfehlbetrag belief sich auf 38,9 Millionen Euro, nachdem die Bank 2024 noch einen kleinen Gewinn von einer Million Euro erzielt hatte. Das teilte das Institut am Montag (29.6.) mit.
Rückzug aus Kapitalmarktgeschäft
Im vergangenen Jahr zog sich Warburg aus dem institutionellen Kapitalmarktgeschäft zurück. Das Analysehaus Warburg Research sowie die Verwahrstelle für liquide Assets wurden verkauft. Für die Restrukturierung fielen 2025 einmalige Aufwendungen von 24,8 Millionen Euro an. Davon entfielen 9,8 Millionen Euro auf Abschreibungen und 15 Millionen Euro auf Personalaufwendungen.
Auf Anfrage von "Bloomberg" erklärte eine Sprecherin, dass Ende 2025 insgesamt 591 Personen für die Bank tätig waren. Ein Jahr zuvor waren es 617 Beschäftigte.
Millionen für neues Kernbankensystem
Für die Modernisierung der IT und die Einführung eines neuen Kernbankensystems investierte die Bank zudem 23,1 Millionen Euro. Der Wechsel auf das System des IT-Dienstleisters Atruvia wurde im Mai dieses Jahres abgeschlossen.
"Der Kern unserer Bank ist künftig das Private Banking – ergänzt um das Finanzierungsgeschäft im Corporate Banking", sagte Vorstand Markus Bolder. Bis Ende 2027 sieht das Management der Bank gute Chancen, wieder profitabel zu werden. (mb/Bloomberg)














