Eine Reihe großer Investoren macht Druck auf Unternehmen, die aufgefordert werden, beim globalen Offenlegungsnetzwerk CDP mehr Angaben zu ihren Nachhaltigkeitsstandards zu melden. Im Rahmen einer Kampagne, die seit rund fünf Jahren läuft, wurden dieses Jahr 1.400 Firmen, von denen man sich mehr Umweltdaten erwartet, auf eine öffentliche Liste gesetzt. Im Vordergrund stehen Gesellschaften, die entweder noch nie oder zuletzt nicht mehr ihre entsprechenden Daten über die CDP-Plattform offengelegt haben, wie es in einer Mitteilung heißt.

Auf der Liste ist zu sehen, ob Daten zu Klimawandel, Wald oder Wassersicherheit gefordert werden. In Deutschland werden 45 Unternehmen von Adidas und Volkswagen bis Zalando und Zooplus angesprochen. International sind bekannte Namen wie Tesla, Exxon Mobil und Saudi Aramco zu finden. Die global ins Visier genommenen Unternehmen haben nach den Angaben einen Marktwert von über 24 Billionen US-Dollar und verursachen zusammen mehr Emissionen als die gesamte EU jährlich. Ziel sei es, die Unternehmen zu mehr Transparenz bei ihren Umweltauswirkungen zu bewegen. 

Druck auf Unternehmen
Ihrer Forderung verleihen die Investoren mit ihrem Marktgewicht Nachdruck: An der Kampagne beteiligen sich 263 Banken und Vermögensverwalter, die gemeinsam Vermögen in Höhe von rund 31 Billionen Dollar verwalten. Es nehmen diesmal um gut die Hälfte mehr Investoren teil als im Vorjahr, was die Bedeutung von Nachhaltigkeitszahlen zeige.

Bei der im Jahr 2000 gegründeten CDP handelt es sich um eine globale Non-Profit-Organisation, die ein weltweites Umweltinformationssystem für Unternehmen, Städte, Staaten und Regionen betreibt. Mitglieder sind den Angaben zufolge 680 Finanzinstitute. Die CDP Non-Disclosure Campaign, in deren Rahmen einzelne Unternehmen von ausgewählten Vermögensverwaltern direkt aufgefordert werden, gibt es seit 2017 jährlich. Sie laufe parallel zur jährlichen Offenlegungsaufforderung des CDP, die keine direkte Beteiligung der Investoren erfordert. (eml)