Kein Papier mehr: FFB stellt Faxgerät zum September ab
Die in Deutschland aktiven Fondsplattformen bieten ihren Vertriebspartnern schon seit Jahren digitale Tools, mit denen sie Orders für Kunden veranlassen können. Aber immer noch nicht jeder Berater nutzt sie, manche setzen weiter aufs Faxgerät. Die FIL Fondsbank (FFB) zieht diesem nun den Stecker.
Die FIL Fondsbank (FFB) wird ab dem 1. September keine Faxe mehr von ihren Vertriebspartnern annehmen, mit denen diese Kundenorders platzieren möchten. Stattdessen müssen alle Berater ab September die digitalen Tools zur Beauftragung von Transaktionen nutzen. Das geht aus einem Schreiben der Fondsplattform an die Vertriebspartner hervor, das FONDS professionell ONLINE vorliegt.
Die Tochter des Asset Managers Fidelity International begründet den Schritt, der branchenweit üblich sei, mit Servicequalität und Effizienz. "Die Übermittlung von Kundenaufträgen per Fax ist hingegen fehleranfällig: Schlechte Lesbarkeit, Übertragungsfehler und Unkenntnis über den beauftragenden Absender führen zu Prozessverzögerungen und Unsicherheiten. Um Zuverlässigkeit und Schnelligkeit in der Kommunikation und Auftragsabwicklung sicherzustellen, fokussieren wir uns zukünftig auf digitale Kanäle", heißt es in dem Schreiben.
"Technikmuffel"
Nachrichten, dass zumindest einige, vermutlich ältere Finanz- und Versicherungsvermittler auch im Zeitalter von künstlicher Intelligenz immer noch an Faxen und Briefen festhalten, erreichen die Öffentlichkeit immer mal wieder.
So hat die FNZ Bank (ehemals European Bank for Financial Services, Ebase) einer "kleineren zweistelligen Anzahl" an Vertriebspartnern noch bis März ihre Provisionsauszüge in Papierform per Brief geschickt. Die FFB etwa versendet die Auszüge zwar digital, informiert ihre Partner aber immer noch postalisch, dass die Provisionen ausgezahlt werden. (jb)




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS









