Der Deutsche Caritasverband kooperiert für die betriebliche Altersvorsorge (bAV) seiner Mitarbeiter ab sofort mit der R+V Versicherung. Alle neuen arbeitgeberfinanzierten Betriebsrenten-Verträge von Mitarbeitern, die nicht Beteiligte einer kirchlichen oder öffentlich-rechtlichen Zusatzversorgungskasse sind, erfolgen rückwirkend zum 1. Januar 2019 über die R+V Lebensversicherung. Ältere Verträge sind nicht eingeschlossen, diese werden also auch nicht von der R+V verwaltet. 

Anlass der Vereinbarung sind die finanziellen Turbulenzen bei der Pensionskasse der Caritas VVaG. Die Finanzaufsicht Bafin hatte dieser im Mai 2018 untersagt, neue Betriebsrenten-Verträge abzuschließen. Die Pensionskasse wies nämlich Ende 2017 einen Fehlbetrag von 142,5 Millionen Euro aus, wovon 122,8 Millionen Euro nicht durch Eigenkapital gedeckt waren. Bei der mit der Pensionskasse der Caritas verbundenen Kölner Pensionskasse beträgt der Fehlbetrag 48,3 Millionen Euro. 

Der Grund dafür sind die niedrigen Zinsen, aber auch Fehlentscheidungen bei der Kapitalanlage. Daher haben die Mitgliederversammlungen beider Versorgungswerke auch schon Kürzungen bei den bestehenden Betriebsrenten beschlossen. Diese sind Teil eines umfassenden Sanierungsplanes. (jb)