Durch den Zusammenschluss der Volksbank Pinneberg-Elmshorn mit der Raiffeisenbank Bad Bramstedt-Henstedt-Ulzburg entsteht die zweitgrößte Genossenschaftsbank in Schleswig-Holstein. Im Juni nächsten Jahres möchte man die Zustimmung der Vertreterversammlungen einholen, die Fusion erfolgt dann rückwirkend zum 1. Januar 2019.

Die Volksbank Pinneberg-Elmshorn ist mit einer Bilanzsumme von 2,1 Milliarden Euro rund viermal größer als die eher im ländlichen Raum agierende Raiffeisenbank Bad Bramstedt-Henstedt-Ulzburg, die über eine Bilanzsumme von rund 530 Millionen Euro verfügt. Dennoch konnte sich der kleinere Partner zumindest in Sachen Dresscode durchsetzen. Obwohl die Pinneberger den Krawattenzwang für ihre männlichen Mitarbeiter bereits seit einigen Jahren aufgehoben haben, erschienen die beiden Volksbanken-Vorstände Uwe Augustin und Stefan Witt auf der Pressekonferenz mit blau-weißen Bindern. "Das haben wir uns heute gewünscht“, so der neue Vorstandspartner Andreas Jeske von der Raiffeisenbank Bad Bramstedt. "Bei uns herrscht noch Krawattenzwang.“

Auf fusionsbedingte Kündigungen will das neue Institut, das noch auf der Suche nach einem Namen ist, verzichten. Auch das Filialnetz soll zu mindestens in den nächsten drei Jahren nicht gestrafft werden. Sitz der fusionierten Bank soll Pinneberg sein. (mh)