Eine kleine Änderung im Verhalten kann Großes bewirken – das gilt auch beim Umweltschutz. Beispiel Heizung: Wer das Thermostat um nur ein Grad Celsius runterdreht, spart rund sechs Prozent Energie. Mit dem "Dicker-Pulli-Tag" will die Stadt Bonn auf dieses Einsparpotential aufmerksam machen und ruft die Bewohner der Stadt dazu auf, die Heizung zu drosseln.

Die Aktion findet viel Anklang – nicht nur bei Schulen und Kindergärten, sondern auch bei den ansässigen Unternehmen. Prominente Teilnehmer sind etwa die Deutsche Telekom Stiftung oder die Deutsche Post DHL Group. Auch die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (Bafin) kündigte an, sich an den beiden Standorten in Bonn und Frankfurt am Main an der Aktion zu beteiligen.  

Nachhaltigkeit steht oben auf der Agenda
Da die Finanzaufsicht mehrere Liegenschaften unterhält, wird die Temperatur nicht zentral gedrosselt. Die Beschäftigten sind aber angehalten, die Heizungen in den Büros herunter zu drehen, um die Raumtemperatur um mindestens ein Grad Celsius zu senken – und im Zweifel einen dicken Pulli überzustreifen, wenn es einigen doch ein bisschen zu frisch werden sollte.

"Das Thema Nachhaltigkeit steht bei der Bafin im Aufsichtsumfeld schon seit längerem ganz oben auf der Agenda, wie das gerade veröffentlichte Merkblatt zum Umgang mit Nachhaltigkeitsrisiken zeigt", wirbt Béatrice Freiwald, Exekutivdirektorin des Bereichs Innere Verwaltung und Recht bei der Bafin. Ziel des Papiers sei es, den Unternehmen im Finanzsektor eine Orientierung im Umgang mit dem immer wichtigeren Thema "Nachhaltigkeitsrisiken" zu geben. (fp)