Das Kölner Start-up NaroIQ hat für seine Tochter NaroAM von der Finanzaufsicht Bafin die Zulassung als Wertpapierinstitut erhalten. Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Die im Jahr 2022 gegründete Softwareschmiede entwickelt eine digitale Plattform, mit deren Hilfe Investmenthäuser einfacher ETFs auflegen und verwalten können. NaroIQ war jüngst eine Partnerschaft mit der Servicegesellschaft Hauck & Aufhäuser Fund Services (HAFS) eingegangen.

NaroIQ und seine Tochterunternehmen würden nunmehr über insgesamt fünf Bafin-Genehmigungen sowie Registrierungen verfügen, heißt es in der Mitteilung weiter. Mit den Lizenzen nehme NaroIQ seine digitale Infrastruktur für die Auflage und das Management von börsengehandelten Fonds (ETFs) in Betrieb. Mit der digitalen Plattform will das Haus die Neuauflage von ETFs und von ETF-Anteilsklassen sowie die Umwandlung von bestehenden Publikumsfonds in ETFs erleichtern.

Mit Digitalisierung etwas entgegensetzen
"Gerade traditionelle Fondsanbieter und Kapitalverwaltungsgesellschaften werden durch den Aufstieg von ETFs aus dem Markt gedrängt und kämpfen mit Mittelabflüssen", erläutert Chris Püllen, Chef und Mitgründer von NaroIQ, die Motivation für die Plattform. Als einen Grund für diese Entwicklung nennt Püllen die teils weltumspannende Infrastruktur, welche die großen Akteure im ETF-Segment aufgebaut haben und die es ihnen erlauben, Skaleneffekte zu vereinnahmen.

Die Idee sei, über den Aufbau einer digitalen Infrastruktur traditionelle Anbieter wettbewerbsfähiger zu machen. Mit guter Technologie ließe sich den globalen, hochskalierten Akteuren etwas entgegensetzen. "Wir ermöglichen die Auflage von ETFs in der bisherigen Struktur – und bieten so endlich die gleichberechtigte Teilhabe am Zukunftsmarkt der Fondsindustrie", formuliert es Püllen. (ert)