Kölner Fintech geht mit Hauck Aufhäuser ETF-Partnerschaft ein
Das rheinische Start-up NaroIQ liefert seine Software-Lösung an die Hauck & Aufhäuser Fund Services Group. Damit will die Servicegesellschaft einfacher börsengehandelte Fonds auflegen können. Aus der Fondspalette des Hauses bieten sich auch Kandidaten für eine ETF-Auflage an.
Die Servicegesellschaft Hauck & Aufhäuser Fund Services (HAFS) Group geht eine Partnerschaft mit dem Kölner Software-Haus NaroIQ ein. Mit der Kooperation erweitert die HAFS Group ihr Angebot um die Auflage aktiver und passiver börsengehandelter Fonds (ETFs). Dies geht aus einer Mitteilung hervor, die FONDS professionell ONLINE vorliegt. Demnach sollen die ersten ETFs auf Basis der Software-Partnerschaft noch in diesem Jahr lanciert werden.
NaroIQ entwickelte eine digitale Infrastruktur für die Auflage und die Verwaltung von ETFs. Das Start-up mit Hauptsitz im Rheinland hatte sich im Juni in einer Finanzierungsrunde 6,5 Millionen US-Dollar gesichert. Die HAFS Group wiederum ist der Teil des Fondsgeschäfts der Privatbank Hauck Aufhäuser Lampe, der nicht von der niederländischen Großbank ABN Amro übernommen wurde, sondern im Besitz der chinesischen Fosun-Gruppe verblieben ist.
"Meilenstein im Fondsgeschäft"
"Die Kooperation mit NaroIQ markiert für uns einen wichtigen Meilenstein im Bereich der ETFs", lässt sich Marco Dietzen, Leiter Geschäftsentwicklung bei der Hauck & Aufhäuser Fund Services Group, in der Mitteilung zitieren. "Mit der modularen Fondsplattform von NaroIQ können wir Prozesse automatisieren, Investitionsbedarf reduzieren und unseren Kunden weiterhin einen ganzheitlichen Service aus einer Hand bieten." Chris Püllen, Chef und Mitgründer von NaroIQ, wiederum sieht ETFs als "die Zukunft des Fondsgeschäfts".
Kandidat für ETF-Auflage
Unter dem Dach von HAFS agiert etwa auch die neu gegründete Investmentboutique Active Core Asset Management des früheren Rentenchefs von Flossbach von Storch, Wilhelm Wildschütz. Dieser hatte bei Lampe Asset Management den geldmarktnahen Rentenfonds HAL Euro 0-1 Active Core verantwortet. Im Zuge eines Management-Buy-outs hatte er im Juni seine Boutique gestartet. Der Fonds wird nun unter dem Haftungsdach der Fidus Finanz gelenkt.
An den ursprünglichen, noch unter Lampe AM entworfenen Plänen, die Strategie auch in den Mantel eines aktiven börsengehandelten Fonds (ETFs) zu übertragen, hatte das Team festgehalten. Der mittlerweile unter dem Namen eNova Active Core EUR Ultra Short Term firmierende Fonds wäre damit einer der Kandidaten aus dem Sortiment von Hauck & Aufhäuser Fund Services für eine ETF-Auflage. (ert)















