Die Sparkasse Köln-Bonn sieht sich mit einer Klage ihres ehemaligen Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Linnebank konfrontiert. Das berichtete gestern (17.12.) der "Kölner Stadtanzeiger" unter Berufung auf "Sparkassenkreise". 

Die Klage hat eine Vorgeschichte. Der 52-jährige Linnebank, der erst im April 2018 als Chef zu der Sparkasse wechselte, ist wegen einer nicht näher erläuterten Erkrankung seit Ende August 2018 nicht mehr "dienstfähig". Das Geldinstitut hat ihn daher im März des laufenden Jahres als Chef abberufen. Linnebank ist aber weiterhin Mitglied des Vorstandes. Auf diese Weise könnte er in das Gremium zurückkehren, sobald seine Gesundheit wieder hergestellt ist, und dort neue Ressorts übernehmen.

Genau das scheint der Bankmanager aber gar nicht zu beabsichtigen. Wie der "Stadtanzeiger" weiter unter Berufung auf Kreise der Bank schreibt, möchte Linnebank mit der Klage zwar erreichen, dass seine Abberufung als Vorstandsvorsitzender zurückgenommen wird. Zugleich verlange er, dass der Verwaltungsrat in einem Beschluss feststellt, dass er auf Dauer dienstunfähig ist. In diesem Fall, so die Zeitung, würde er mit sofortiger Wirkung seine Altersbezüge erhalten und müsste nicht mehr in die Sparkasse zurückkehren. (jb)