Die Beschwerden von Geschäftsbankkunden gehen weiter zurück. Das geht aus dem aktuellen Tätigkeitsbericht des Ombudsmanns für 2019 hervor. "Die Beschwerden von Kunden nehmen bereits zum fünften Mal in Folge ab. Diese Entwicklung sehen wir sehr positiv", sagte Andreas Krautscheid, Hauptgeschäftsführer des Bankenverbands. 

2019 gingen in der Geschäftsstelle des Ombudsmanns insgesamt 3.537 Schlichtungsanträge ein und damit gut 15 Prozent weniger als im Vorjahr. Bei einer Gesamtkundenzahl der deutschen Geschäftsbanken von rund 35 Millionen Kunden stellt dies einen Anteil von nur 0,01 Prozent dar, wie der Bankenverband betont.

Sehr viel weniger Beschwerden bei Wertpapiergschäften
Stark gesunken seien im Jahr 2019 vor allem die Meinungsverschiedenheiten zwischen Bankberatern und Kunden im Wertpapiergeschäft mit Aktien, Anleihen und Fonds. Nur 731 aller Beschwerden betrafen dieses Segment – dies seien gut 50 Prozent weniger als im Vorjahr.

Die Mehrzahl der Beschwerden entfiel auf Probleme rund um den Zahlungsverkehr (1.850), gefolgt von Schwierigkeiten zwischen Banken und Kunden im Kreditbereich (743). Kaum Probleme gab es beim Spargeschäft: Hier zählte die außergerichtliche Schiedsstelle lediglich 170 Eingaben. (jb)