In der nordbayerischen Region Hof entsteht in fünf Etappen ein 60-Megawatt-Windpark. Finanziert wird er über Beteiligungsgesellschaften der Lacuna AG. Für den Windpark Töpen startet nun der Fondsvertrieb. Über das Vehikel investieren Anleger in den vierten Teilabschnitt des Gesamtprojekts mit fünf Enercon-Windenergieanlagen. Die technische Nennleistung der technischen Windmühlen beträgt 11,5 Megawatt. Das Fondsvolumen beläuft sich auf rund 21,7 Millionen Euro; fünf Millionen Euro Eigenkapital sollen Investoren einzahlen. 

Der Windpark kostet etwa 20,2 Millionen Euro, die mit 16,5 Millionen Euro Fremdkapital größtenteils kreditfinanziert sind. Die kalkulierte Fondslaufzeit endet im Jahr 2034. Der Windpark Töpen wird seit Herbst 2012 gebaut und soll im Dezember 2013 ans regionale Stromnetz angeschlossen werden. Es wird erwartet, dass die Anlagen pro Jahr rund 24,4 Millionen Kilowattstunden Strom produzieren. Nach Lacuna-Angaben können damit 7.700 Zwei-Personen-Haushalte versorgt werden. 

Verdopplung des Einsatzes in 20 Jahren
Fondsinitiator Lacuna stellt den Investoren ab dem Jahr 2014 jährliche Auszahlungen in Aussicht. Sie sollen mit zwei Prozent beginnen und zunächst auf acht Prozent des Eigenkapital steigen. Ab 2029 sollen deutlich höhere Beträge ausgezahlt werden. In Summe prognostiziert der Anbieter einen Kapitalrückfluss vor Steuern in Höhe von 206 Prozent der Einlage inklusive fünf Prozent Agio.

Die Windparks Trogen 1 und Feilitzsch gehören ebenfalls zu dem Großprojekt und sind bereits in Betrieb. Im Abschnitt Trogen 1 ist derselbe Enercon-Anlagentyp im Einsatz wie in Töpen. In Bau befindet sich außerdem der Windpark Trogen 2, der zwar ebenfalls über einen Lacuna-Fonds finanziert wird, aber als Bürgerbeteiligung nur bei der Sparkasse Hochfranken gezeichnet werden kann. Das fünfte und letzte Teilprojekt in Zedtwitz/Rauhe ist genehmigt. Mit dem Bau soll im Herbst 2013 begonnen werden. (ae)