Laiqon kündigt Palette aktiver KI-ETFs an
Der "LAIC Advisor" gibt schon bei mehreren Fonds und Vermögensverwaltungen von Laiqon die Richtung vor. Künftig soll die hauseigene KI auch ETFs managen. Amundi hilft bei der Umsetzung.
Der Hamburger Asset Manager Laiqon möchte im kommenden Jahr in Zusammenarbeit mit Amundi einen aktiven ETF auf den europäischen Aktienmarkt lancieren, der von einer Künstlichen Intelligenz (KI) gesteuert wird. "Der ETF markiert den Start einer geplanten Produktfamilie, die in Zukunft um weitere Strategien, unter anderem mit Fokus auf US-amerikanische und globale Aktienmärkte, ergänzt werden soll", teilt das Unternehmen mit.
Laiqon ist damit der erste Produktpartner der neuen White-Label-ETF-Plattform, die Europas größter Asset Manager Amundi vor wenigen Tagen im Zuge der Präsentation seiner neuen Unternehmensstrategie angekündigt hatte. Die Auflage des ETF ist für das erste Halbjahr 2026 geplant. "Ziel ist es, den ETF in Deutschland zu vertreiben und ihn ab Vertriebsstart börsentäglich über die gängigen Plattformen handelbar zu machen", so Laiqon.
Zwei Prozent Outperformance pro Jahr angestrebt
Gesteuert wird der ETF vom "LAIC Advisor", einem selbst entwickelten KI-Tool, das seit 2019 im Einsatz ist und bei Laiqon in mehreren Fonds und Vermögensverwaltungsstrategien genutzt wird. FONDS professionell dokumentiert seit dem Sommer 2024 anhand eines Beispieldepots die Anlageempfehlungen des Algorithmus.
Im Gespräch mit FONDS professionell verriet Laiqon-Vorstandschef Achim Plate bereits einige Details zum neuen ETF: "Als Basis soll der MSCI Europe Screened Index dienen, der knapp 400 Titel umfasst. Diese Aktien kann die KI dann innerhalb eines definierten Rahmens anders gewichten als MSCI", sagte Plate im Interview, das in voller Länge in FONDS professionell 4/2025 (Erscheinungstag: 28. November) veröffentlicht wird. "Der Tracking Error wird bei 2,5 bis fünf Prozent liegen", so Plate. "Diese Abweichung vom Index ist nötig, weil wir der KI etwas Luft geben müssen. Unser Ziel lautet nämlich, langfristig eine Outperformance von zwei Prozent pro Jahr zu erreichen."
Noch wenige vergleichbare Produkte
Neben ähnlichen Produkten auf den US- oder den globalen Aktienmarkt werde vielleicht auch Asien ein Thema. "Damit kann ein Anleger dann seine eigene regionale Asset-Allokation vornehmen", erläutert Plate. "Jetzt wird das Feld der KI-gesteuerten aktiven ETFs bestellt – da möchten wir vorne dabei sein."
Noch ist der Wettbewerb in dieser Nische überschaubar. Zu den wenigen Mitbewerbern zählt der auf KI-Investments spezialisierte Berliner Asset Manager Ultramarin, der im vergangenen Jahr den AI-Enhanced Eurozone Equities UCITS ETF lanciert hat. (bm)




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS












