Die Landesbausparkassen West und Nord wollen sich zusammenschließen. Das berichtet die Nachrichtenagentur DPA. Die Finanzinstitute mit Sitz in Münster und Hannover hätten mitgeteilt, dass sie eine Fusion prüfen und dafür eine Absichtserklärung unterschrieben hätten. Die beiden Bausparkassen arbeiten bei der Immobilienvermittlung bereits länger zusammen. Ihre Töchter für dieses Geschäft legten sie 2013 zusammen.

Das Zusammengehen berge die Chance, beide Häuser zu einer stärkeren und schlagkräftigeren Marktposition zu führen, zitiert die DPA LBS-West-Chef Jörg Münning. Sein Pendant bei der LBS Nord, Jan Putfarken, betonte demnach, dass beide Institute wirtschaftlich und strukturell stark seien und sich in den vergangenen Jahren an das Niedrigzinsumfeld angepasst hätten. Gerade die anhaltenden Magerzinsen machen den Bauspar-Instituten jedoch zu schaffen.

Nun sind die Eigner dran
Die LBS West erreichte der DPA zufolge 2020 ein Bauspar-Neugeschäft von 5,3 Milliarden Euro. Das ist gut eine Milliarde weniger als 2019. Die LBS Nord kam auf 2,6 Milliarden Euro, was ebenfalls einem deutlichen Rückgang entspricht. Die Hannoveraner hatten sich 2001 mit der LBS Berlin zusammengeschlossen. Die Münsteraner wiederum fusionierten 2014 mit der LBS Bremen. Über das Zusammengehen von LBS Nord und West müssen nun die Eigner, die Sparkassenverbände Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen sowie die Nord-LB und die Landesbank Berlin, verhandeln. (ert)