Die Hauptversammlung des Hamburger Asset Managers Lloyd Fonds hat mit großer Mehrheit die Ende April angekündigte Übernahme der Investmentboutique SPSW Capital genehmigt. SPSW-Geschäftsführer Achim Plate wird mit Abschluss der Transaktion, die zu Jahresbeginn 2020 erfolgen soll, neuer Lloyd-Fonds-Vorstandschef. Aktuell sitzt Plate dem Aufsichtsrat von Lloyd Fonds vor. SPSW gehörte über die beiden Fonds WHC Global Discovery und Global Multi Asset Selection bis vor Kurzem zu den größten Lloyd-Fonds-Aktionären.

Der Name der Gesellschaft wird in Lloyd Capital geändert, was die "neue strategische Positionierung" unterstreichen soll. Früher war Lloyd Fonds ein Anbieter geschlossener Fonds, mittlerweile bietet das Haus offene Publikumsfonds, systematisch allokierte Fondsportfolios und individuelle Vermögensverwaltung an.

Ambitionierte Wachstumsziele
Die Hauptversammlung stimmte zudem der Erweiterung des Aufsichtsrates zu: Dort sitzt ab sofort auch der Rechtsanwalt Oliver Heine, der seit annähernd 15 Jahren Mitglied des Axel-Springer-Aufsichtsrats ist. Er gehört auch zu den Gesellschaftern des Vermögensverwalters Lange Assets & Consulting, der von Lloyd Fonds übernommen werden soll (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Der Hamburger Asset Manager verfolgt auch nach den jüngst beschlossenen Übernahmen ambitionierte Wachstumsziele. Bis 2023 soll das verwaltete Vermögen in den drei Geschäftsbereichen "durch organisches sowie weiteres anorganisches Wachstum" in Summe auf über sieben Milliarden Euro steigen, wie es in einer Pressemitteilung heißt. (bm)