Nachdem Investoren bis 12. März 2013 nur 15,7 Millionen US-Dollar zugesagt hatten, hat der Fondsinitiator das Platzierungsvolumen auf insgesamt 45 Millionen US-Dollar reduziert. Das geht aus dem soeben veröffentlichten dritten Nachtrag zum Verkaufsprospekt hervor. Ursprünglich wollte Lloyd Fonds für diesen Fonds 87,7 Millionen US-Dollar Eigenkapital bei Anlegern einsammeln.

Trotz der Schlappe im Vertrieb verkauft das Emissionshaus die notwendig gewordene jüngste Planänderung als "neues Konzept" für das "das wohl renditestärkste Flugzeugangebot in diesem Jahr". Lloyd Fonds jubelt über die nunmehr prognostizierte Nachsteuer-Rendite (IRR) von 9,4 Prozent p.a. In der aktuellen Prognose belaufen nach dem Verkauf des Flugzeugs am Ende der Fondslaufzeit (Jahr 2026) die Gesamtauszahlungen an die Anleger nach Steuern auf 276,8 Prozent der Einlage inklusive Agio. Bei Fondsauflage war ein Rückfluss von 190,4 Prozent geplant. Die kalkulierte Ergebnisverbesserung rührt in erster Linie aus einer höheren Partizipation der Anleger am Erlös aus dem Flugzeugverkauf.

Vereinfacht gesagt: Mit den unveränderten laufenden und abschließenden Erträgen muss weniger Eigenkapital als ursprünglich geplant bedient werden. Dadurch steigen im Verhältnis die Rückflüsse auf das Eigenkapital. Allerdings nehmen im Gegenzug die Risiken aus der Fremdfinanzierung zu, weil der Fonds die Eigenkapitallücke mit zusätzlichem Fremdkapital schließt. Das in der Investitionsprognose eingestellte Fremdkapital erhöht sich von ursprünglich geplanten 111,3 Millionen US-Dollar auf 149,8 Millionen US-Dollar.

Die höhere Fremdkapitalquote nimmt das Emissionshaus aber locker: "Dies ist angesichts der Spitzenbonität 'AAA' von Singapore Airlines ein vergleichsweise geringes Risiko, da die Fremdfinanzierung prognosegemäß vollständig während des Zeitraumes der vertraglich gesicherten Leasingeinnahmen mit Singapore Airlines zurückgeführt wird."

In der Zwischenzeit müssen die Anleger jedoch auf Auszahlungen warten. Nach der aktuellen Prognose ist 2013 keine Zahlung an die Investoren geplant, 2014 sollten vier Prozent des Kommanditkapitals ausgeschüttet werden. In den beiden Folgejahren sind jeweils fünf Prozent geplant. In der ursprünglichen Prognose von 2011 waren jährliche Auszahlungen ab dem ersten Jahr von 7,2 Prozent vorgesehen. Für das Jahr 2011 haben die Anleger laut erstem Prospektnachtrag, der Ende Februar 2012 veröffentlicht wurde, die geplante zeitanteilige Auszahlungen in Höhe von 7,2 Prozent erhalten. (ae)