Der Vermögensverwalter Performance IMC ist mit dem Mitbewerber German Capital Management (Gecam) verschmolzen worden. Der Firmensitz der fusionierten Gesellschaft ist Wangen in Bayern, wie der "Mannheimer Morgen" berichtet. Die Internetseite von Performance IMC ist nicht mehr aufrufbar, deren Adresse in Mannheim wird nun als zweiter Sitz von Gecam angegeben. Vorstand der Gesellschaft mit einer Erlaubnis gemäß Paragraf 32 Kreditwesengesetz ist Armin Spöttl, der seit Jahresbeginn 2019 neben Gecam auch bereits Performance IMC lenkte.

Die Fusionspläne, die von der Finanzaufsicht Bafin unterstützt wurden, waren im März 2019 bekannt geworden (FONDS professionell ONLINE berichtete). Der Anlass waren Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Mannheim gegen insgesamt elf Personen, darunter zwei ehemalige Vorstände der Gesellschaft. "Gegenstand der Ermittlung ist der Verdacht, dass die Beschuldigten seit 2009 ein Firmengeflecht nutzten, um Anleihen auszugeben und diese zwischen Kapitalanlegern sowie kapitalanlegenden Fonds in abgesprochenen Geschäften an der Börse zu handeln", schrieb die Behörde damals in einer Mitteilung. Eine Anfrage von FONDS professionell Online zum aktuellen Stand der Untersuchung blieb bislang unbeantwortet.

Nie Ermittlungen gegen Performance IMC
Obwohl sich die Recherchen der Ermittlungsbehörde nie gegen Performance IMC selbst gerichtet hätten, nahm die Gesellschaft großen Schaden. Im Frühjahr 2019 war das verwaltete Kundenvermögen auf unter 100 Millionen Euro gerutscht. Daher gab es auch Entlassungen von Mitarbeitern. Nun ist Spöttl, der seit Ende 2017 Vorstand bei Gecam ist, laut der Mannheimer Zeitung zuversichtlich, dass man am Standort in der Rhein-Neckar-Region wieder annähernd die alte Mitarbeiterzahl erreiche. (jb)