Der Digitalversicherer Neodigital hat einen prominenten Investor bekommen. Carsten Maschmeyer hat einer Pressemitteilung zufolge über seine Beteiligungsfirma Alstin Capital einen Anteil an dem 2016 gegründeten Unternehmen erworben, das seine Policen nicht direkt, sondern über Vermittler sowie Vergleichsportale vertreibt. Über die Beteiligungssumme ist offiziell nichts bekannt, spekuliert wird laut dem "Handelsblatt" aber über einen hohen einstelligen Millionenbetrag. Maschmeyer dürfte damit mehr als zehn Prozent der Anteile an Neodigital kontrollieren. Ein weiterer neuer Geldgeber ist die Deutsche Rückversicherung.

Neodigital setzt auf vollautomatische Prozesse und stellt Vertriebspartnern die entsprechende IT- Basis zur Verfügung, damit diese die Sachpolicen der Gesellschaft direkt abschließen können. Schadensmeldungen werden ebenfalls automatisch bearbeitet. Ebenso können andere Versicherungsgesellschaften die im Baukastenprinzip aufgebauten Strecken von Neodigital für neue Produkte nutzen.

Maschmeyer will eigene Erfahrung einbringen
"Die Versicherungsbranche steht vor der größten Umwälzung ihrer Geschichte", begründet Maschmeyer in seiner Funktion als Managing Partner von Alstin Capital den Einstieg. "Viele Versicherer geraten gerade unter enormen Druck. Sie müssen die Digitalisierung in ihrer eigenen Organisation umsetzen und gleichzeitig verändern sich die Kundenwünsche radikal." Und hier komme Neodigital mit seiner "digitalen Versicherungsfabrik" zum Zuge. "Wir sind mit Alstin Capital dabei, wenn Neodigital der Versicherungsbranche einen Digitalisierungsschub verpasst“, so der prominente Investor.

Maschmeyer, der seit einigen Jahren als Risikokapitalgeber unterwegs ist, sieht sich und Alstin als Lead-Investor des saarländischen Start-ups. Da er als ehemaliger Chef des Strukturvertriebes AWD reichlich Erfahrung im Verkauf von Policen hat, kündigte er ferner an, dass er diese Expertise auch bei sei seinem neuen Investment einbringen werde. "Natürlich werde ich meine jahrzehntelange Erfahrung und mein Netzwerk in der Versicherungsbranche nutzen, um diesem innovativen Pacesetter zu helfen, wo es möglich ist", so Maschmeyer laut der Mitteilung. (jb)