Maxpool bindet sich eng an Blau Direkt
Mehrere Maklerpools und -verbünde nutzen bereits die Plattform von Blau Direkt, um ihre Versicherungsverträge abzuwickeln – jetzt folgt Maxpool. Doch die Zusammenarbeit könnte in einigen Jahren über eine reine Kooperation auf technischer Ebene hinausgehen.
Der Maklerpool Blau Direkt stärkt seine Position als Infrastrukturdienstleister für andere Finanzvertriebe. Künftig wird die Hamburger Phönix-Maxpool-Gruppe die Abwicklungstechnologie des Lübecker Unternehmens nutzen.
"Im Zusammenhang mit der Kooperation wird auch die Option einer zukünftigen Beteiligung von Blau Direkt an Maxpool nicht ausgeschlossen", heißt es in einer Pressemitteilung der beiden Unternehmen. "Hierüber wird in Zukunft eine Entscheidung getroffen." Informationen von FONDS professionell ONLINE zufolge hat sich Blau Direkt im Kooperationsvertrag bereits die Option einräumen lassen, zu einem späteren Zeitpunkt Anteile an Maxpool zu übernehmen. Blau Direkt wollte sich auf Anfrage der Redaktion nicht näher zu diesem Punkt äußern.
Zusammenarbeit auf mehreren Ebenen
Bei der Kooperation gehe es nicht nur um die Nutzung der Blau-Direkt-Technologie durch Maxpool, betonen beiden Seiten. Die Blau-Direkt-Makler bekommen beispielsweise die Möglichkeit, die Deckungskonzepte zu nutzen, die die Phönix-Schutzgemeinschaft als Assekuradeur entwickelt hat. Maxpool wiederum wickelt nicht nur Verträge über die Plattform der Lübecker ab, die Vermittler des Hamburger Pools können auch die Beratungs- und Endkunden-Tools von Blau Direkt einsetzen.
"Wir verstehen uns als Qualitätspool und damit als umfassenden Partner für Maklerbetriebe und nicht als Technikabwickler", lässt sich Oliver Drewes, der Vorstandschef der Phönix-Maxpool-Gruppe, in der Mitteilung zitieren. "Daher wird diese neue Partnerschaft für beide Unternehmen und für unsere kooperierenden Maklerinnen und Makler von großem Nutzen sein." Mit der Kooperation habe man "die technologische Weiterentwicklung und Zukunftsfähigkeit unserer Verwaltung über den Verbund sichergestellt". Drewes verweist auch darauf, dass bereits andere Pools und Maklerverbünde die Blau-Direkt-Technologie nutzen, etwa Charta, Insuro, Wifo und Finanz-Zirkel.
Aggressiver Wachstumskurs
Blau-Direkt-Chef Lars Drückhammer sieht die Vereinbarung "als einen weiteren Schritt in Richtung unserer Wachstumsziele". "Kooperationen mit anderen Unternehmen sind von entscheidender Bedeutung, um den ständig wachsenden Anforderungen und neuen Herausforderungen der Versicherungs- und Finanzbranche erfolgreich zu begegnen", ergänzt Oliver Lang, sein Kollege in der Geschäftsführung. Das Lübecker Unternehmen verfolgt einen aggressiven Expansionskurs, der seit dem Einstieg der Private-Equity-Gesellschaft Warburg Pincus im vergangenen Jahr noch forciert wurde. (bm)













