Die Fondsgesellschaft Allianz Global Investors erwägt einen Jobabbau in Deutschland. Jede fünfte Stelle soll einem Bericht der "Börsen-Zeitung" zufolge zur Disposition stehen. Hierzulande beschäftigte das Unternehmen zuletzt rund 1.000 Mitarbeiter. Weltweit arbeiten rund 3.000 Menschen für Allianz GI. Das Fondshaus bildet zusammen mit dem US-Anbieter Pimco die Asset-Management-Einheit des Versicherungskonzerns Allianz.

"Wir vereinfachen unsere internen Strukturen und Prozesse", sagte ein Allianz-GI-Sprecher der Nachrichtenagentur Bloomberg. Zur Höhe des geplanten Stellenabbaus äußert sich die Allianz-Tochter aber nicht. Der Sprecher verwies zugleich darauf, dass der Asset Manager eine Reihe von Wachstumsinitiativen angestoßen habe. "Wo immer möglich, bemühen wir uns, betroffene Kollegen in neue Stellen umzusetzen", erklärte er.

Neue Wachstumsfelder
Der neue Allianz-GI-Chef Tobias Pross hatte jüngst einige dieser Wachstumsfelder identifiziert. Dazu zählt die Verwaltung illiquider Vermögenswerte wie Private Debt oder Infrastrukturinvestments sowie das Beratungsgeschäft. Große Erwartungen sind auch mit dem neuen Private-Credit-Team mit Sitz in Singapur verbunden, das Unternehmen Kapital zur Verfügung stellen soll – anstelle einer Bank. Pross war zum Jahreswechsel als Nachfolger des langjährigen Vorstandschefs Andreas Utermann angetreten. (Bloomberg/ert)