Das Bankhaus Lampe hat sich nach einem Bericht der Frankfurter Allgemeinen Zeitung (FAZ) mit einem prominenten Neuzugang verstärkt. Frank-Peter Martin, zuletzt Geschäftsführer der nun zur BHF-Bank gehörenden Fondsgesellschaft Frankfurt Trust und zuvor Partner des Frankfurter Bankhauses Metzler, soll im kommenden Jahr in die erweiterte Geschäftsführung der Bank einziehen.

Die Bank hat den Neuzugang FONDS professionell gegenüber auf Anfrage nicht bestätigt. Man beteilige sich nicht an Diskussionen hieß es. Die FAZ vermutet, dass dies an Martins angeblich bis Ende März 2017 laufendem Arbeitsvertrag bei Frankfurt Trust liege. Dennoch sollen seine Aufgaben schon feststehen. Martin solle unterhalb der derzeit drei privat haftenden Gesellschafter in der Muttergesellschaft für das Asset Management verantwortlich sein.

Schulze Bornefeld geht
Das wahrscheinliche Engagement Martins steht gewiss im Zusammenhang mit dem Abgang von Norbert Schulze Bornefeld, der vor sechzehn Jahren die Tochtergesellschaft Lampe Asset Management als Vermögensverwaltung gegründet hat. Der FAZ liegt laut Bericht eine Bestätigung von Lampe vor, dass Schulze Bornefeld zum 30. Juni 2017 das Bankhaus verlässt.

Darüber hinaus werden sich die Gesellschafter des Bankhauses Lampe, die Familie Oetker, nach Angaben der Zeitung im Dezember auf einer Beiratssitzung Gedanken über die Nachfolge von Stephan Schüller machen. Der langjährige Sprecher der persönlich haftenden Gesellschafter werde voraussichtlich im kommenden Jahr altersbedingt in den Ruhestand treten. Offenbar sondieren Headhunter den Markt, auch wenn mit dem persönlich haftenden Gesellschafter Nicolas Blanchard, der dort seit drei Jahren für das Kapitalmarktgeschäft verantwortlich ist, eigentlich ein interner Nachfolger für Schüller bereit stünde. (jb)