Die Asset-Management-Einheit von State Street sowie die Fondsgesellschaft Invesco verhandeln angeblich über einen Zusammenschluss. Dies berichtet das "Wall Street Journal". Die Gespräche befänden sich aber noch in einem frühen Stadium. Sollte allerdings ein Deal zustande kommen, würde ein neuer Asset-Management-Riese entstehen. State Street verwaltet rund vier Billionen Dollar vor allem in börsengehandelten Indexfonds (ETFs) und Invesco 1,5 Billionen Dollar an Vermögen. Auch Invesco verfügt über ein starkes ETF-Geschäft.

Zusammen würden die beiden Gesellschaften bei passiven Investments zumindest etwas näher an die Platzhirsche Blackrock und Vanguard heranrücken. Der Finanzkonzern State Street hatte jüngst die Übernahme des Fondsdienstleistungsgeschäfts des deutlich kleineren Mitbewerbers Brown Brothers Harriman (BBH) angekündigt. Invesco wiederum war durch den Einstieg des akivistischen Investors Trian Fund Management unter Zugzwang geraten. Angeblich forciert Trian-Mitbegründer Nelson Peltz einen Zusammenschluss.

Auch anderweitig im Gespräch
Früheren Berichten zufolge verhandelte State Street auch mit der Schweizer Großbank UBS über einen Zusammenschluss der Asset-Management-Einheiten. Invesco soll wiederum mit Janus Henderson in Gesprächen sein. Zu den Informationen des "Wall Street Journal" wollten sich die Häuser nicht äußern. Eine Transaktion würde sich in eine Reihe von Übernahmen in der Fondsbranche eingliedern. So übernimmt Goldman Sachs die niederländische NN Investment Partners, Amundi kauft Lyxor und Oddo BHF Asset Management Métropole Gestion(ert)