Index Intelligence ist als Benchmark-Administrator registriert. Damit könne die Frankfurter Gesellschaft ab sofort europaweit Indizes für Asset Manager, Kapitalverwaltungsgesellschaften sowie Banken und Versicherungen anbieten, teilt das Unternehmen mit. Mit der Registrierung stelle sich das Haus unter die deutsche Finanzaufsicht und biete den Kunden damit "mehr Sicherheit bei der Nutzung" seiner Finanzprodukte.

"Als offizieller Benchmark-Administrator verpflichten wir uns zu vollständiger Transparenz bei der Entwicklung und Produktion unserer Indizes", erläutert Co-Geschäftsführer Christian Schedling. Die Produktionsprozesse würden durch ein neutrales Index-Komitee laufend überwacht und kontrolliert. Mit seinem Index- und Benchmark-Angebot stelle die Frankfurter Gesellschaft "in einem bisher oligopolistischen Markt eine echte Alternative" dar, ergänzt Co-Geschäftsführer Beat Singenberger.

Ein Milliardengeschäft
Der Markt für Finanzindizes wird von den drei großen Anbietern S&P Dow Jones, MSCI sowie FTSE Russell dominiert. Die Berechnung von Börsenbarometern entwickelt sich seit einigen Jahren zu einem riesigen Geschäft, nicht zuletzt dank des Aufstiegs börsengehandelter Indexfonds (ETFs). Dem Branchenverband Index Industry Association zufolge werden weltweit mehr als drei Millionen Marktmesslatten kalkuliert – für nahezu jeden erdenklichen Nischenbereich. Die dahinterstehenden Unternehmen erzielten 2019 zusammen einen Umsatz von 3,7 Milliarden Dollar, ermittelte die Unternehmensberatung Burton-Taylor. Rund 70 Prozent des Umsatzes entfallen auf die größten drei Anbieter. (ert)