Die beiden Finanz- und Versicherungsmaklerpools Fondskonzept und Invers haben ein gemeinsames Anliegen. Hintergrund ist, dass das Bankhaus Metzler sich in Teilen von seiner Fondsplattform Metzler Fund Xchange (MFX) trennen wird und den Retail-Bereich verkauft, zu dem die Depotverwaltung für Maklerpools und einige Direktanbindungen von Anlagevermittlern gehören (FONDS professionell ONLINE berichtete). Die beiden Pools bieten daher nach eigenen Angaben Vermittlern, die Bestände ihrer Kunden bei MFX lagern, eine "Auffanglösung" für diese Fonds an. 

Diese Auffanglösung ist nichts anderes als das Angebot an Makler mit einer Direktanbindung, die Bestände auf Fondskonzept oder Invers zu übertragen. Hierbei sollen diese Berater vor allem auf die Hilfe der internen Verwaltungssysteme "Inversmaklerassistent" (IMA) sowie Maklerservicecenter (MSC) zurückgreifen können. Zu deren wichtigsten Funktionen zählen die Administration von Anträgen und Orders, Depotauswertungen, Anlageempfehlungen, Neustrukturierungen von Depots sowie die Beratungsdokumentation und automatisierte Wirtschaftsprüfungen (Anm. d. Redaktion: In einer früheren Version des Texts hieß es, dass die beiden Pools zu einem Wechsel der Fondsplattform rieten. Das wurde korrigiert).

"Verunsicherung der Makler"
Die beiden Pool-Chefs Michael Buth (Invers Versicherungsvermittlungsgesellschaft) und Hans-Jürgen Bretzke (Fondskonzept) begründen den Schritt in einem Schreiben mit der "Verunsicherung vieler betroffener Makler zur weiteren Entwicklung ihrer Fondsbestände aufgrund des bevorstehenden Plattformverkaufes". Neben der psychologischen Komponente würden aber auch rationale Fakten dafür sprechen, sich mit dem Thema zu befassen und nicht einfach den Verkauf abzuwarten.

Laut der Mitteilung hätten in der Vergangenheit ähnliche Übernahmen und damit die Übertragung der Depotbestände von einer Plattform auf andere gezeigt, dass Reibungsverluste entstehen. Buth und Bretzke nennen die Überlieferung der Anschaffungs- und Transaktionsdaten als neuralgische Schwachstellen bei einem Systemwechsel. "Ein Fehlen oder die unvollständige Darstellung der Daten führen einerseits zu einer nicht korrekten Darstellung der Wertentwicklung und andererseits zu Fehlern bei den steuerlichen Angaben. Dies geschieht insbesondere dann, wenn es sich um vor dem 1. Januar 2009 erworbene Anteile handelt", lassen beide verlauten.

Metzler verspricht reibungslose Übertragung
Die bisherigen MFX-Eigner halten dagegen: "Metzler wird alles daran setzen, damit es für die Kunden im Hinblick auf die Übermittlung von Anschaffungs- und Transaktionsdaten keine Probleme gibt", verspricht ein Sprecher von Metzler auf Nachfrage von FONDS professionell ONLINE zu dem Angebot der Pools. (jb)