Das Internationale Bankhaus Bodensee (IBB) hat 2025 nur dank der Auflösung von in den vergangenen Jahren aufgebauten Reserven ein kleines Plus von 0,7 Millionen Euro erwirtschaftet. Notleidende Kredite sorgten für eine Risikovorsorge von über 45 Millionen Euro.

Die Eigentümer – die bei Stuttgart ansässige Würth-Gruppe, die sich in Familienbesitz befindet und 2025 einen Rekordumsatz von über 20,7 Milliarden Euro erzielte – unterstützen die Bank jedoch weiterhin und haben neues Geld in nicht genannter Höhe im Rahmen einer Kapitalerhöhung bereitgestellt. Zudem erwarb das Unternehmen die bislang von der Hypo Vorarlberg gehaltene Minderheitsbeteiligung von 5,58 Prozent und ist jetzt Alleineigentümer der Bank.

Negatives Ergebnis für 2026 erwartet
Die Risiken sind laut Bank insbesondere in den Segmenten Unternehmenskunden und gewerbliche Immobilienkunden aufgetreten. Der Bereich Sportfinanzierung, in dem man unter anderem internationale Fußballvereine zu seinen Kunden zählt und Forderungen aus Transfers, Sponsoring und medialer Vermarktung finanziert, sei stabil.

Auch der Blick aufs laufende Geschäftsjahr verspricht nicht unbedingt Besserung. Als Folge des weiteren Abbaus von Risiken und der Bereinigung der Portfolien rechnet die Bank für 2026 mit einem deutlich negativen Ergebnis. Ab dem Jahr 2027 erhofft das Bankhaus die Rückkehr zu einer stabileren Ertragslage.

Neuer Marktvorstand bestellt
Das Institut gab zudem eine Personalie bekannt: Markus Ott (im Bild rechts) wird zum 1. Januar 2027 neuer Marktvorstand bei der in Friedrichshafen beheimateten Bank. Ott kommt von der Volksbank Überlingen, wo er ebenfalls im Vorstand tätig war. Er folgt auf Thomas Jakob, der im Rahmen einer Interimslösung seit März Marktvorstand der IBB ist und dessen Mandat planmäßig zum Jahreswechsel endet. Bis März 2026 war Heike Kemmner für den Bereich Markt bei der IBB verantwortlich. (mh)