Ein Konsortium aus dem deutschen Immobilienunternehmen ZBI und der Fondsgesellschaft Union Investment will den Wohnimmobilienspezialisten BGP Gruppe übernehmen. Es werden Verhandlungen über den Kauf der Unternehmensgruppe einschließlich des Immobilienportfolios geführt, teilt BGP mit.

BGP ist dem chinesischen Staatsfonds CIC zuzurechnen. Das BGP-Immobilienportfolio umfasst insgesamt rund 16.000 Wohn- und Gewerbeeinheiten. Der Deal dürfte an die zwei Milliarden Euro schwer sein, vermuten Experten der Nachrichtenagentur Reuters zufolge. Die Unternehmen selbst machen keine Angaben dazu.  

Gemeinsame Wohnimmobilien-Fondsplattform stärken 
BGP verfüge über eine "hervorragend aufgestellte Plattform zur effizienten und nachhaltigen Bewirtschaftung von Wohnimmobilienbeständen", begründet Jörg Kotzenbauer, Leiter Konzernentwicklung von Union Investment und ZBI-Aufsichtsrat, den Schritt. ZBI und Union Investment wollen mit dem Erwerb die gemeinsame Wohnimmobilien-Fondsplattform stärken und das Volumen der verwalteten Fonds "deutlich steigern", heißt es. Der Abschluss der Transaktion wird für das erste Halbjahr 2019 erwartet.

Die BGP Gruppe beschäftigt den Angaben zufolge deutschlandweit 200 Mitarbeiter und deckt die gesamte Wertschöpfungskette rund um den eigenen Wohnimmobilienbestand ab. Die ZBI Gruppe ist ein Spezialist für deutsche Wohnimmobilien und verwaltet laut Pressemitteilung 39.000 Wohn- und Geschäftseinheiten. Seit dem Jahr 2002 konzipiert das Unternehmen mit Hauptsitz in Erlangen Wohnimmobilienfonds für private und institutionelle Anleger und hat bisher 18 Fonds aufgelegt. Mit 400 Mitarbeitern an bundesweit 17 Standorten werde die Wertschöpfungskette im Zyklus einer Immobilie abgebildet. (eml)