Die Raiffeisenbank Fischenich-Kendenich, die im Kölner Umland beheimatet ist, und mit einer Bilanzsumme von rund 73 Millionen Euro und 17 Mitarbeitern auf Platz 800 der deutschen Volks- und Raiffeisenbanken steht, möchte zukünftig gemeinsam mit einem stärkeren Partner durchs Leben gehen. Als bessere Hälfte für einen Zusammenschluss hat man sich die weitaus größere Volksbank Euskirchen ausgesucht.

Die Voreifler aus Euskirchen kommen auf eine Bilanzsumme von knapp 1,5 Milliarden Euro und bringen zwölf Geschäftsstellen in die Ehe mit ein, während die Fischenicher auf eine einzige Bankstelle kommen. Diese liegt in Fischenich und soll auch nach der Fusion bestehen bleiben. Ebenso behalten alle Mitarbeiter ihren Arbeitsplatz, betriebsbedingte Kündigungen seien ausgeschlossen. Über die Verschmelzung der beiden Banken entscheiden die Mitglieder der Generalversammlungen im nächsten Jahr, die Fusion könnte dann noch 2021 erfolgen.

Über das traute Glück zu zweit werden sich die Fischenicher jedoch nicht lange freuen können. Da die Volksbank Euskirchen bereits im September Verhandlungen mit der Volksbank Düren über einen Zusammenschluss, der ebenfalls in 2021 erfolgen soll, abgeschlossen hat, wird es im nächsten Jahr wahrscheinlich eine Hochzeit zu dritt geben. (mh)