Der Verwaltungsratschef und Mitgründer von HNA, Wang Jian, ist nach einem Sturz seinen Verletzungen erlegen. Dies teilte der chinesische Konzern mit. Das Konglomerat ist Mehrheitseigner des österreichischen Asset Managers C-Quadrat. Über die Fondsgesellschaft sind die Chinesen auch Großaktionär der Deutschen Bank.

HNA-Gründer Wang verunglückte offenbar bei einer Reise in die französische Provence. Es sehe nach einem Unfall aus, erklärte die französische Polizei der Nachrichtenagentur "Reuters" zufolge. Der 57-Jährige sei in dem Ort Bonnieux eine Mauer hockgeklettert, damit seine Familie ein Foto von ihm machen könne. Dabei sei er abgestürzt. Rettungskräfte hätten ihn nicht wiederbeleben können, hieß es weiter.

"Ein Leuchtfeuer für alle"
"Wir beklagen den Verlust eines außergewöhnlich talentierten Anführers und Vorbilds, dessen Vision und Werte weiterhin ein Leuchtfeuer für alle sein werden, die das Glück hatten, ihn zu kennen", schrieb der Konzern in der Mitteilung über Wangs Tod. Wang besaß zuletzt 15 Prozent an dem chinesischen Mischkonzern. Gemeinsam mit Mitgründer Chen Feng stand er an der Spitze des Konglomerats. Dieser hält ebenfalls 15 Prozent.

Der Konzern war zuletzt in die Schlagzeilen geraten. Die Gruppe erwarb weltweit Beteiligungen an verschiedenen Unternehmen. Die Einkaufstour führte jedoch zu einer Überschuldung von HNA. Daher veräußerte die Gesellschaft Anteile, etwa an den Hotelketten NH und Hilton. Auch der Anteil an der Deutschen Bank, den HNA über C-Quadrat hält, reduzierten die Chinesen zuletzt auf 7,6 Prozent. (ert)