Die beiden Finanzvertriebe MLP und OVB können positive Umsatzzahlen für die ersten neun Monate des laufenden Jahres vermelden. Bei der europaweit tätigen OVB läuft insbesondere auch das Deutschlandgeschäft – trotz weniger Vermittler und Kunden.

Einer Mitteilung der OVB zufolge stiegen die Erträge aus der Vermittlung von Finanz- und Versicherungsprodukten im gesamten Konzern während der ersten neun Monaten des laufenden Jahres im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 11,7 Prozent. Das Ergebnis der betrieblichen Geschäftstätigkeit (EBIT) legte 3,5 Prozent auf 8,9 Millionen Euro zu.

Geringfügig weniger OVB-Vermittler in Deutschland
Dazu hat auch das Deutschlandgeschäft beigetragen. 45,3 Millionen Euro erwirtschafteten die Berater hierzulande – ein Plus von 5,1 Prozent. Das EBIT kletterte um 14,8 Prozent auf 5,6 Millionen Euro. Diese Ergebnisse hat der Finanzdienstleister sogar mit weniger Kunden und Beratern erzielt. 

Denn laut Bericht standen in Deutschland Ende September 1.286 Vermittler unter Vertrag. Das sind 33 weniger als Ende September 2018. Diese betreuten 614.044 Kunden, ein Jahr zuvor waren es 619.431 gewesen. Konzernweit sind die Zahlen für Berater und Kunden aber nach oben gegangen: 4.960 (+4,5%) Vermittler sind für 3,71 Millionen Kunden (+8,1%) zuständig. Hierbei muss man aber berücksichtigen, dass der Vertrieb seit diesem Jahr auch in Belgien aktiv ist.

MLP mit Umsatzplus 
Der in Wiesloch ansässige Mitbewerber MLP hat seine Erlöse in den Monaten bis September sogar um fünf Prozent auf den neuen Höchstwert von 487,3 Millionen Euro steigern können. Dabei erzielte der Konzern nach eigenen Angaben Zuwächse in nahezu allen Beratungsfeldern. 

Vor allem die Altersvorsorge mit Erträgen von 134 Millionen Euro (+9%), die Sachversicherung mit 102,9 Millionen Euro (+6%) und das Vermögensmanagement mit Umsätzen von 160,5 Millionen Euro (+5%) entwickelten sich positiv. Das EBIT lag MLP zufolge nach neun Monaten mit 19 Millionen Euro zwar unter dem Vorjahreswert von 22,9 Millionen Euro, jedoch vollständig im Rahmen der Planung. 

Mehr Berater
Auch die Kunden- und Beraterzahlen entwickelten sich positiv. Zum 30. September 2019 betreute MLP 547.900 Familienkunden (30. Juni 2019: 545.800) sowie 21.300 Firmen- und institutionelle Kunden (30. Juni 2019: 20.950). Die Zahl der brutto neu gewonnenen Familienkunden betrug damit in den ersten neun Monaten 13.600.

Bei der Beraterzahl trage die Stärkung des Hochschulbereichs weiterhin Früchte. Ende September waren 1.932 Kundenberater für MLP tätig. Die Zahl lag nach eigenen Angaben nicht nur über der Vergleichsgröße des Vorjahrs (30. September 2018: 1.888), sondern auch über dem Stand vom 31. Dezember 2018 von 1.928. (jb)