Der Finanzvertrieb MLP hat heute (28.4.) vorläufige Zahlen unter anderem für die Gesamterlöse und das Ergebnis vor Zinsen und Steuern (Ebit) im Auftaktquartal 2020 veröffentlicht. Danach verliefen die ersten drei Monate trotz der bereits im März eingetretenen Corona-Auswirkungen solide. Infolge der zu erwartenden Spätfolgen der Pandemie auf den weiteren Geschäftsverlauf hat MLP die Prognose für das Gesamtjahr 2020 aber aktualisiert und das Ebit nach unten korrigiert.

Nach diesen Zahlen hat das in Wiesloch ansässige Unternehmen im ersten Quartal die Gesamterlöse von 177,8 Millionen auf rund 193,7 Millionen Euro gesteigert. Diese Entwicklung basiere auf einem positiven Neugeschäft über die wesentlichen Beratungsfelder. Insbesondere in der zweiten März-Hälfte seien für MLP aber erste Auswirkungen der Corona-Krise spürbar geworden. Vor diesem Hintergrund werde das EBIT mit rund 10,7 Millionen Euro leicht unter dem Niveau des Vorjahres erwartet (Q1 2019: 12,5 Mio. Euro).

Ebit zwischen 34 bis 42 Millionen Euro im Geschäftsjahr 2020
Ab dem zweiten Quartal geht MLP dann trotz Rückgriff auf Videoberatungen nach eigenen Angaben von zusätzlichen Corona-bedingten Belastungen aus. Das beziehe sich vor allem auf den Bereich der betrieblichen Altersvorsorge, da Unternehmen Entscheidungen für neue Vorsorgekonzepte derzeit nur in sehr wenigen Fällen treffen würden. In der Immobilienvermittlung wirke sich zum Beispiel aus, dass geplante Notartermine aufgrund der gesetzlichen Vorgaben verschoben werden müssen. Im Vermögensmanagement sinken die Erlöse aufgrund der negativen Entwicklungen an den Kapitalmärkten.

"Unter der Annahme, dass sich die Rahmenbedingungen ab dem dritten Quartal wieder verbessern und schrittweise normalisieren, rechnet MLP für das Gesamtjahr mit einem gegenüber dem Vorjahr rückläufigen Ebit in einer Bandbreite von 34 bis 42 Millionen Euro (vorher: leichter Anstieg). Dabei bestehen zum jetzigen Zeitpunkt weiterhin marktbedingte Risiken für den Fall, sollte die Corona-Pandemie nochmals größere gesamtwirtschaftliche Auswirkungen haben als derzeit absehbar", heißt es in der Mitteilung. Zur Einordnung: Im Jahr 2019 betrug das Ebit 47,1 Millionen Euro. Bis Ende 2022 plant MLP aber weiter mit einem Anstieg des EBITs auf 75 bis 85 Millionen Euro. (jb)