Die Sparda-Banken aus Berlin und Hannover planen eine Fusion. Die Vorstände und Aufsichtsräte der beiden genossenschaftlich organisierten Geldinstitute führen Gespräche über einen Zusammenschluss, wie das "Handelsblatt" schreibt. Beide Banken seien davon überzeugt, dass sich für das neue Institut eine "sehr gute Zukunftsperspektive" ergebe. 

"Wir gehen den Konsolidierungsprozess in der Branche aus einer Position der Stärke an", zitiert die Zeitung den Vorstandschef des Hannoveraner Instituts, André-Christian Rump. Die Kapitalbasis sei solide, man verfüge über beste Werte in der Kundenzufriedenheit.

EZB und Regulierung
Mit der anvisierten Verschmelzung ziehen beide Seiten laut der Wirtschaftszeitung auch Konsequenzen aus der Negativzinspolitik der Europäischen Zentralbank, die die Bilanzen der Geldhäuser belasten. Es herrschten außerdem "zunehmende regulatorische Anforderungen" und daraus folgend auch ein verändertes Kundenverhalten. Diese Herausforderungen sind von einer größeren Bank mit einer entsprechenden Kapitalbasis leichter zu stemmen.

Im Falle einer Fusion würde mit einer Bilanzsumme von rund zwölf Milliarden Euro ein Institut mit mehr als 1.100 Mitarbeitern entstehen, das zu den zehn größten Genossenschaftsbanken des Landes gehören würde. Diese Fusion würde zudem die Konsolidierung unter den Sparda-Banken fortsetzen. Im Jahr 2018 schlossen sich bereits die Sparda-Bank West und die Sparda-Bank Münster zusammen. Das neue Institut übernahm den Namen der Sparda West. (jb)