Musk droht mit Rückzug: Norwegens Staatsfonds lehnt Billionenbonus ab
Norwegens Staatsfonds stellt sich gegen Teslas geplantes Milliardenvergütungspaket für Elon Musk. Die Investoren warnen vor Abhängigkeit von der Schlüsselfigur und möglichen Risiken für die Aktionäre.
Der größte Staatsfonds der Welt hat gegen Teslas beispielloses Aktienprämienpaket für Vorstandschef Elon Musk gestimmt – der bislang deutlichste Widerspruch eines Großaktionärs.
"Wir schätzen den erheblichen Wert, der unter der visionären Führung von Herrn Musk geschaffen wurde, sind jedoch besorgt über die Gesamtgröße der Prämie, die Verwässerung und das Fehlen einer Absicherung gegen das Risiko der Abhängigkeit von einer einzelnen Schlüsselfigur", erklärte Norges Bank Investment Management (NBIM) auf seiner Website.
Laut von der Nachrichtenagentur "Bloomberg" erhobenen Daten ist der NBIM-Fonds der neuntgrößte Anteilseigner von Tesla.
Rückschlag für Teslas Vergütungsplan
Das Votum bedeutet einen spürbaren Rückschlag für Teslas Plan, Musk Aktienboni im potenziellen Wert von einer Billion US-Dollar zu gewähren.
Allerdings hatte das Unternehmen bereits den Widerstand des norwegischen Fonds gegen ein früheres Vergütungspaket überwunden, das im vergangenen Jahr erneut bestätigt worden war. Dieses Paket war jedoch von einem Gericht in Delaware für ungültig erklärt worden. Teslas Vorstand setzte daraufhin während des laufenden Berufungsverfahrens ein neues Vergütungsmodell auf.
Entscheidung auf Hauptversammlung
Das neue Aktienpaket steht im Mittelpunkt der Tesla-Hauptversammlung am 6. November. Die Vorsitzende des Verwaltungsrats, Robyn Denholm, deutete an, dass Musks Zukunft im Unternehmen auf dem Spiel stehen könnte.
Während der Verhandlungen mit einem Direktorenausschuss, der das Paket entwarf, soll Musk gewarnt haben, er könne Tesla verlassen, falls er nicht mindestens 25 Prozent der Stimmrechte erhalte und für vergangene Leistungen entschädigt werde.
"Ich habe direkt mit ihm gesprochen", sagte Teslas Chairman Robyn Denholm vergangene Woche in einem Interview. "Es besteht für mich kein Zweifel, dass er sich zurückziehen oder weniger engagieren würde, wenn dieses Paket nicht verabschiedet wird."
Leistungsziele als Bedingung
Teslas Board of Directors will Musk mit einer Reihe von Leistungszielen dazu anspornen, die Unternehmensführung fortzusetzen. Nur wenn diese Ziele erreicht werden, sollen weitere Aktienpakete freigegeben werden.
Wird das Gesamtpaket vollständig ausgezahlt, erhielte Musk Anteile im Gegenwert von zwölf Prozent des Unternehmens. (mb/Bloomberg)













