Der global tätige Vermögensverwalter Aegon Asset Management, eine Tochter des niederländischen Versicherungsriesen Aegon, legt sein Geschäft in Europa und in den USA zusammen. Aus fünf bisher eigenständigen Anlagegesellschaften soll eine werden. Die Zusammenlegung soll es ermöglichen, die globalen Ressourcen zu nutzen und sich besser mit anderen globalen Vermögensverwaltern zu konkurrieren, heißt es aus dem Unternehmen. Aegon AM verwaltet weltweit ein Vermögen von 339 Milliarden Euro.

Das globale Geschäft wird Bas NieuweWeme leiten, der im Juni 2019 zum Chef von Aegon AM bestellt wurde. Die neue Struktur ist entlang von vier "Anlageplattformen" ausgerichtet: Fixed Income, Real Assets, Aktien und Multi-Asset & Solutions. Jeder Zweig wird weltweit von einem Chief Investment Officer geleitet, der einen Sitz in der Geschäftsführung hat.
 
Zwar soll es beim Anlageprozess oder den Portfoliomanagern keine Änderungen geben. Allerdings werden die Portfolios nun "mit größerer globaler Perspektive und tieferem Research-Input" verwaltet, wie es heißt. Das Thema ESG wandert von der CEO-Ebene in den Verantwortungsbereich der jeweiligen CIOs. Damit will man die Nachhaltigkeit näher an den Anlageprozess und an die Produktentwicklung anbinden.

Neue  Namen
Der Vermögensverwalter umfasst derzeit die Einheiten Aegon Asset Management NL, Aegon Asset Management US, Aegon Real Asset US, TKP Investments und Kames Capital. Sie alle sollen im Jahr 2020 einheitlich unter dem Namen Aegon Asset Management auftreten.
 
Für die in Schottland angesiedelte Gesellschaft Kames Capital ist es bereits die dritte Umbenennung innerhalb weniger Jahre. Die ehemalige traditionsreiche Scottish Equitable Asset Management war im Jahr 1998 von Aegon vollständig übernommen und 2001 in Aegon Asset Management UK umgetauft worden. 2011 folgte die Namensänderung in Kames Capital, um sich marketingmäßig von der Versicherung abzugrenzen. Nun geht es wieder retour. (eml)