Die Schweizer Finanzwelt muss künftig mit einem neuen Anbieter rechnen: Das Berliner Fintech-Unternehmen N26 plant einen Einstieg in den Schweizer Markt, berichtet die "Neue Zürcher Zeitung" (NZZ). Die Angebotspalette ist bisher allerdings eher klein. Für Kunden soll es ein Euro-Girokonto geben, das mit einer kostenlosen Debitkarte von Mastercard verbunden ist. Damit will N26 vor allem Touristen und Grenzgänger als Neukunden gewinnen, die viele Transaktionen tätigen.

Einnahmen will N26 so vor allem über Interchange-Gebühren generieren – jenen Entgelten also, die ein Händler an Mastercard überweist, wenn ein Kunde bei ihm einkauft. In der EU bekommt die Smartphone-Bank 0,2 Prozent des Kaufbetrages dafür, dass sie den Betrag weiterleitet – in der Schweiz sind es etwas mehr. Der Schweizer Markt biete deshalb viel Potenzial, zitiert die NZZ Georg Hauer, Chef der DACH-Staaten bei N26. Auch die große Beliebtheit der Debitkarte im Nachbarland und die landestypische Reisefreude der Schweizer sprechen für die Expansion.

N26 ist noch nicht vollständig profitabel
N26 ist bereits in 24 anderen europäischen Ländern vertreten und visiert seit geraumer Zeit auch den amerikanischen Markt an. In vielen Ländern sei die Profitabilitätsschwelle bereits überschritten, so N26-Chef Hauer. Durch die hohen Marketingkosten sei das Unternehmen als Ganzes aber noch nicht profitabel. (fp)