Isabelle Chevelard, Chefin von Targo Deutschland, will bei der Targobank an der 50-Prozent-Homeoffice-Regelung festhalten. Es laufe gut. Zugleich stellte sie Gespräche mit der übernommenen Oldenburgischen Landesbank (OLB) in Aussicht, bei der bis zu 80 Prozent Homeoffice möglich seien.

"Wir werden mit dem Betriebsrat der OLB reden, ob und wie wir die OLB-Regelungen an die Regelungen der Targobank anpassen", sagte Chevelard gegenüber "Bloomberg". Ihren Worten zufolge reizen viele Mitarbeiter der OLB die 80 Prozent ohnehin nicht voll aus. Die tatsächliche Homeoffice-Quote sei deutlich niedriger.

Targo Deutschland, die zur französischen Banque Fédérative du Crédit Mutuel gehört, hatte Anfang des Jahres die Übernahme der OLB abgeschlossen. Die OLB wird nun neben der Targobank als Tochtergesellschaft geführt.

Homeoffice bleibt wichtiger Faktor
Mit Blick auf die Regelung von bis zu 50 Prozent Homeoffice bei der Targobank erklärte Chevelard: "Wir haben nicht vor, an dieser Regelung etwas zu ändern. Ich bin zufrieden, wie es läuft." Möglichkeiten, im Homeoffice zu arbeiten, seien auch wichtig für die Motivation der Mitarbeiter und würden bei der Gewinnung neuer Kollegen helfen.

Ein gewisser Austausch im Büro sei aber genauso wichtig. "Deshalb haben wir zum Beispiel sogenannte Team-Tage, bei denen alle Mitarbeiter eines Teams auch im Büro sind", erklärte Chevelard.

Investitionen in moderne Büros
Vor diesem Hintergrund komme guten Arbeitsbedingungen ebenfalls eine gewisse Bedeutung zu. "Deshalb müssen wir auch in die Gebäude investieren, was wir auch tun", sagte Chevelard. Die OLB hat gerade in Frankfurt einen neuen Bürokomplex bezogen, und auch das Targobank Corporate Banking ist dort unlängst in ein neues Gebäude gewechselt. (mb/Bloomberg)