Der Versicherer Talanx setzt weiter auf eine Partnerschaft mit der Deutschen Bank und der Marke Postbank. Dies teilte die Gesellschaft auf Anfrage von FONDS professionell ONLINE mit. "Wir sind optimistisch, dass die laufenden Verhandlungen für das Geschäft außerhalb der Vorsorge- und Sachversicherung mit der Deutschen Bank in den kommenden Wochen abgeschlossen werden", so ein Sprecher. "Der Ausgang ist aber noch offen."

Die Deutsche Bank hatte jüngst ihre Kooperation mit dem Versicherungsriesen Zurich verlängert und diese auch auf die Marke Postbank erweitert. Damit steigen die Schweizer ab 2023 auch bei dem Bonner Geldhaus zum exklusiven Produktpartner für klassische und fondsgebundene Lebensversicherungen oder private Sach-, Unfall- und Haftpflichtversicherungen auf. Das Institut vertreibt damit für zehn Jahre ausschließlich Zurich-Policen. Bisheriger Produktpartner der Postbank ist die PB Versicherungen, eine Tochter der Talanx, die bei dem Deal künftig außen vor bleibt.

Bestand bleibt im Besitz
Bis zum Ablauf des Kooperationsvertrags Ende 2022 stehe aber das gesamte Produktportfolio uneingeschränkt zur Verfügung, betonte der Sprecher. "Zudem steht Talanx als Konzern für die Einhaltung aller vertraglichen Verpflichtungen", hieß es von dem Hause weiter. Das betreffe auch die Fortführung des Managements der Kapitalanlage. "Der Bestand verbleibt im Besitz der PB Versicherungen beziehungsweise der Talanx Gruppe", ergänzte der Sprecher. "Zudem werden wir auch über das Jahr 2022 hinaus Neugeschäft durch Dynamiken und Zulagen haben."

Die Deutsche Bank verhandelt nach eigenen Angaben mit einem weiteren Partner für "Produkte zur Kreditabsicherung, um ihren Kunden langfristig ein weiterhin vollumfängliches Portfolio an Versicherungsleistungen anbieten zu können", hieß es in der Mitteilung zum Schulterschluss mit der Zurich. Ein Abschluss werde der Deutschen Bank zufolge sogar bereits Ende September erwartet.

Mit Marke passiert zunächst nichts
Frühere Medienberichte hatten die Talanx bereits als Verhandlungspartner der Deutschen Bank für das verbliebene Feld der Restschuldversicherungen genannt. Ob darüber hinaus Bereiche erschlossen werden, ist offen. "Wir sprechen mit der Deutschen Bank über das Geschäft außerhalb von Vorsorge und Sach. Restschuld ist ein Teil davon – näher können wir uns dazu aufgrund der offenen Verhandlungen aber nicht äußern", teilte die Talanx mit. Mit Verweis auf die laufenden Gespräche sowie das Bestandsgeschäft hielt der Sprecher zur Zukunft des Talanx-Ablegers zudem fest: "Damit passiert mit der Marke PB Versicherungen zunächst einmal gar nichts." (ert)