In der Bankenbranche bahnt sich die nächste Megafusion an: Laut einem Bericht des Nachrichtenportals Nordbayern.de denkt die VR Bank Nürnberg über einen Zusammenschluss mit den Instituten in Fürth-Neustadt-Uffenheim und Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach nach. Bei einer Fusion entstünde dem Portal zufolge die größte Volks- und Raiffeisenbank Frankens mit einer addierten Bilanzsumme von etwa 4,7 Milliarden Euro.

Der Vorstandsvorsitzender der VR-Bank Erlangen-Höchstadt-Herzogenaurach, Johannes Hofmann, nannte als Grund für die Fusion die Digitalisierung, die immense Investitionen erforderlich mache. Außerdem würden ältere Mitarbeiter ausscheiden und Nachbesetzungen erforderlich machen, die "beim bereits spürbaren Run auf gute Kräfte zusehends schwerer würden." Fusionsbedingte Kündigungen schloss Hofmann aus – ebenso wie die Schließung von Filialen.

Alte Ansprechpartner, gleicher Name
Sowohl für die Kunden als auch für die derzeit fast 700 Mitarbeiter soll sich nur wenig ändern, betonten die Banken. Die einzelnen Häuser wollen ihre Namen beibehalten, auch die persönlichen Ansprechpartner und die Betreuung durch die jeweiligen Geschäftsstellen sollen bleiben. Derzeit kommen die einzelnen Institute auf insgesamt 51 Filialen ohne SB-Stellen, die in dieser Form mindestens bis Juni 2021 bestehen bleiben sollen. Danach sollen sie als selbstständige Niederlassungen weitergeführt werden. (fp)