Nächste Rettung unter Volksbanken nimmt Form an
Das angeschlagene Bankhaus RSA hat eine weitere wichtige Hürde genommen. Nach den Mitgliedern der Bank stimmten nun auch die Vertreter der Meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim dem Zusammenschluss zu.
Die Vertreter der Meine Volksbank Raiffeisenbank in Rosenheim haben für eine Verschmelzung mit dem angeschlagenen Bankhaus RSA gestimmt. Damit kann die Transaktion nun auf den Weg gebracht werden. Für die Verschmelzung stimmten 95 Prozent der Vertreter, wie es in einer Mitteilung am Mittwoch (24.6.) hieß. Zuvor hatten bereits die Mitglieder des Bankhauses RSA mit rund 81 Prozent für ein Zusammengehen votiert.
Das Bankhaus RSA befindet sich nach eigenen Angaben in einer "existenziellen Schieflage". Das Portfolio notleidender Kredite umfasste zuletzt 446 Millionen Euro und machte damit 36 Prozent des gesamten Kreditvolumens aus. Die Sicherungseinrichtung des Bundesverbands der Deutschen Volksbanken und Raiffeisenbanken (BVR) unterstützt die Bank mit einem Stabilisierungspaket im Wert von 112 Millionen Euro.
Reform des Rettungsschirms beschlossen
Erst vor wenigen Tagen hatte die genossenschaftliche Bankengruppe für eine Reform des gemeinschaftlichen Rettungsschirms gestimmt. Ziel war es dabei, Risiken bei Banken in Zukunft früher zu erkennen, die Handlungsfähigkeit der Sicherungseinrichtung zu stärken und auf Fehlentwicklungen bei einzelnen Banken schneller zu reagieren.
Die Meine Volksbank Raiffeisenbank Rosenheim erklärte am Mittwoch (24.6.) weiter, dass nun die notarielle Beurkundung und die Umsetzung der Verschmelzung mit dem Bankhaus RSA erfolgen werden. Mit dem Vorhaben werden Arbeitsplätze in der Region gesichert, sagte der stellvertretende Vorstandsvorsitzende Mirko Gruber. (mb/Bloomberg)















