Die Welle der Fusionsankündigungen reißt nicht ab. Jetzt möchte die Kreissparkasse Köln mit der Stadtsparkasse Bad Honnef zusammengehen. Wobei es sich dabei eher um eine "freundliche Übernahme" handelt, da die Kölner mit einer Bilanzsumme von knapp 26 Milliarden Euro mehr als 50 Mal größer sind als die benachbarten Bad Honnefer, die auf lediglich rund 450 Millionen Euro Bilanzsumme kommen.

Vorgesehen ist, dass Mitte Dezember sowohl der Stadtrat von Bad Honnef als auch der Kreistag des Rhein-Sieg-Kreises in separaten Sitzungen der Fusion zustimmen. Offiziell planen die Unternehmen, die Verschmelzung zum 1. August 2019 vorzunehmen, aber bereits ab Januar sollen die Geschäfte der Stadtsparkasse Bad Honnef im Namen und auf Rechnung der Kölner laufen. Am Standort in Bad Honnef soll künftig eine Regionaldirektion eingerichtet werden. Betriebsbedingte Kündigungen seien im Rahmen der Fusion ausgeschlossen, hieß es.

Nicht jede angekündigte Fusion klappt
Trotz allen Optimismus‘, den die Beteiligten im Vorfeld einer Fusion gerne verbreiten, kommt nicht jeder angedachte Zusammenschluss im Sparkassenlager auch zustande. Erst kürzlich platzte eine geplante Vierer-Fusion im südlichen Niedersachsen (FONDS professionell ONLINE berichtete), und auch im Sauerland kam es zwischen den Instituten in Meschede und Arnsberg zu keiner Verschmelzung. (mh)