National-Bank forciert Drittvertrieb der hauseigenen Fonds
Die traditionsreiche National-Bank nimmt es im Private Banking mit den großen Adressen auf – zumindest in Nordrhein-Westfalen. Künftig will das Essener Institut mit seiner Asset-Management-Expertise auch außerhalb der eigenen Kundschaft punkten.
Die National-Bank mit Sitz in Essen möchte die von ihr initiierten Fonds künftig verstärkt an Anleger vermarkten, die nicht Kunde der Bank sind. "Lange Zeit haben wir unsere Asset-Management-Dienstleistungen nur über unsere eigenen Kanäle angeboten", erläutert National-Bank-Vorstand Sebastian Kuhlmann im Interview mit FONDS professionell, das in voller Länge in Ausgabe 1/2026 erschienen ist. "Aktuell bauen wir den externen Fondsvertrieb gezielt auf."
Der B2B-Bereich erfordere Know-how und ein Netzwerk, so Kuhlmann. "Ziel ist, im institutionellen B2B-Bereich weiter zu wachsen, etwa mit Versicherern, Banken oder Sparkassen. Die erste Resonanz ist sehr positiv, und wir haben bereits einige Listings bei renommierten Finanzdienstleistern erreichen können."
Schwerpunkt im Ruhrgebiet
Kuhlmann zufolge blickt die National-Bank auf eine "lange Fondshistorie" zurück. "Insgesamt belaufen sich die Assets unserer Publikums- und Spezialfonds, die bei der Hansainvest verwaltet werden, auf über zwei Milliarden Euro", berichtet er. Als wohl bekanntesten Fonds des Instituts nennt Kuhlmann den NB Stiftungsfonds, der vor gut 30 Jahren aufgelegt wurde und aktuell knapp 190 Millionen Euro verwaltet.
Inklusive der hauseigenen Fonds verwaltet das Institut Kuhlmann zufolge insgesamt rund fünf Milliarden Euro. Die Bank wurde 1921 gegründet, Kuhlmann bezeichnet sie im Interview als "die führende unabhängige, private Regionalbank in Deutschland". Das Marktgebiet umfasse Nordrhein-Westfalen mit Schwerpunkten im Rheinland, Bergischen Land, Münsterland und vor allem im Ruhrgebiet. "Die Zielgruppen sind anspruchsvolle Privat- und Firmenkunden sowie institutionelle Investoren mittelständischer Prägung", so Kuhlmann.
Fast alle Aktionäre sind auch Kunden der Bank
Größter Anteilseigner ist die Signal-Iduna-Gruppe, sie hält direkt und indirekt eine Beteiligung von gut 30 Prozent. Zweitgrößter Aktionär ist die Nordrheinische Ärzteversorgung, die über einen Spezialfonds indirekt mit knapp zehn Prozent beteiligt ist. "Der Rest befindet sich im Streubesitz", berichtet Kuhlmann. "Hervorzuheben ist, dass rund 97 Prozent aller Anteilseigner zugleich Kunden unserer Bank sind." Die Aktie ist nicht zum Handel an der Börse zugelassen, im Regelfall könne sie außerbörslich an die Bank zurückgegeben werden, so Kuhlmann. (mh/bm)
Das vollständige Interview mit Sebastian Kuhlmann ist in FONDS professionell 1/2026 ab Seite 390 erschienen. Angemeldete Nutzer können den Beitrag auch hier im E-Magazin lesen.




Vortrag am FONDS professionell KONGRESS










