In diesem Monat ist ein weiterer Asset Manager an den Start gegangen: Stable Return aus Frankfurt. Der Name ist zugleich Programm und benennt den Investmentansatz der Gesellschaft. Die beiden Gründer, Geschäftsführer und Fondsberater Christian Frischauf und Alexander Odermann planen für den Herbst den Start des "Stable Return Absolute Income Fonds", der eine Renditeziel von rund 2,5 Prozent im Jahr bei einer niedrigen einstelligen Volatilität aufweisen soll. Der Fonds, der von der Service-Kapitalverwaltungsgesellschaft Universal-Investment verwaltet wird, ist sowohl für private wie institutionelle Kunden gedacht, sagte Frischauf gegenüber FONDS professionell ONLINE.

"Wir passen mit unserem geplanten Fonds in die langanhaltende Niedrigzinsphase bestens hinein", erläutert Frischauf den Hintergrund für die Auflage des Portfolios. Unterschiedliche Investorengruppen, etwa institutionelle Anleger wie Stiftungen, Versorgungswerke, Dachfonds, Family Offices oder Pensionskassen, aber auch Privatkunden seien auf der Suche nach einer auskömmlichen Rendite, um die wenngleich Inflation auszugleichen.

"Schwarze Null gehalten"
Die beiden Macher fühlen sich qualifiziert, um dieses Ziel für Anleger zu erreichen: Sie haben langjährige Erfahrung im Managen von risikokontrollierten Fondsanlagen und betonen, dass sie in schwierigen Kapitalmarktphasen, in denen Absolute-Return-Anleger eine gewisse Stabilität ihrer Anlage erwarten, diese Forderung erfüllen konnten.

"Beispielsweise haben wir im Jahr 2018 die schwarze Null gehalten, während über 90 Prozent der Assetklassen und Absolute-Return-Fonds Geld verloren haben", sagt Frischauf. Im ersten Quartal des Jahres 2019 habe das Team mit dem gleichen Fonds über drei Prozent Performance erzielt.

Unter dem Haftungsdach von AHP Capital Management
Odermann und Frischauf begründen den Ausstieg bei ihrem bisherigen Arbeitgeber Deka Investment mit dem Wunsch, sich frei "von etwaigen bankinternen Vorgaben auf unser Fondsprodukt und auf unsere auf Absolute Return abgestimmte Investmentprozesse konzentrieren zu können".

Rechtlich gesehen handelt ihre Stable Return GmbH als vertraglich gebundener Vermittler unter dem Haftungsdach der Frankfurter AHP Capital Management. "Der Vorteil eines Haftungsdaches liegt in der Auslagerung von regulatorischen und administrativen Anforderungen des Kreditwesengesetzes, welches uns die Möglichkeit gibt, dass wir uns vollständig auf unsere Fondsberatungsaufgabe und den Vertrieb konzentrieren können", so Frischauf.

Vorerst sind keine weiteren Fonds geplant
Den Vertrieb des "Stable Return Absolute Income Fonds" möchten Frischauf und Odermann zunächst selbst übernehmen. Weitere Produkte seien bislang nicht geplant. Den Start eines zweiten Fonds mit einem höheren Volatilitätsziel wollen die Manager aber nicht ausschließen. (jb)