Manfred Knof ist ein Freund klarer Worte – und die hat er auch als neuer Chef der Commerzbank schnell gefunden. Gleich an seinem ersten Arbeitstag verfasste Knof einen Brandbrief an die Mitarbeiter, um sie auf einen tief greifenden Umbau des Frankfurter Geldhauses einzustimmen. "Das wird kein bequemer Weg sein, und ohne Zweifel wird die Transformation, die wir brauchen, auch mit noch mehr harten Entscheidungen und weiteren Restrukturierungsmaßnahmen verbunden sein", heißt es in dem Schreiben, das dem "Handelsblatt" vorliegt. 

Kern der Strategie sei es, die Bank nachhaltig profitabler zu machen. "Nur wenn uns das gelingt, können wir unsere Zukunft selbst gestalten", betonte Knof in dem Schreiben und mahnte zugleich zur Eile. "Je schneller wir damit beginnen, desto besser!"

Mehr Personalabbau möglich
Knof hat zum Jahreswechsel die Nachfolge von Martin Zielke angetreten, der im Sommer vergangenen Jahres zurückgetreten war. Im Zuge des Konzernumbaus hatte das Institut geplant, bis zum Jahr 2024 rund 2.300 Vollzeitstellen zu streichen. Dafür hat die Bank im vierten Quartal 2020 Rückstellungen in Höhe von 610 Millionen Euro verbucht. Laut "Handelsblatt" könnte sich das Stellenabbau-Programm unter Knofs Führung noch einmal verschärfen. (fp)