Im Nordosten von Baden-Württemberg entsteht ein neuer großer Player im Bankenbereich. Die Volksbank Heilbronn schließt sich mit der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim zusammen. Das berichtet die "Heilbronner Stimme" unter Berufung auf beide Institute. Das neue Geldhaus soll VR Bank Heilbronn-Schwäbisch Hall heißen und eine Bilanzsumme von rund 4,3 Milliarden Euro sowie 660 Mitarbeiter haben – betriebsbedingte Kündigungen wegen der Fusion soll es nicht geben. Allerdings müssen die beiden Vertreterversammlungen dem Vorhaben noch zustimmen. 

Vorstandschef der Fusionsbank soll laut der Zeitung Eberhard Spies werden, derzeit Vorstandsvorsitzender der Volksbank Schwäbisch Hall-Crailsheim. Sein Stellvertreter wird Wolfgang Mauch, derzeit Vorstandsvorsitzender der Volksbank Heilbronn. Timo Wachter aus Heilbronn sowie Tobias Belesnai und Uwe Schrag von der VR Bank Schwäbisch Hall-Crailsheim komplettieren den Vorstand.

Niedrigzinsphase und Altlasten
Mit dem Zusammenschluss ziehen die beiden Genossenschaftsbanken laut der Zeitung die Konsequenz aus der seit Jahren anhaltende Niedrigzinsphase. Diese macht es den Instituten immer schwerer, auskömmliche Renditen zu erwirtschaften. Zugleich belasten sie regulatorische Anforderungen sowie Investitionen in die fortschreitende Digitalisierung.

Im Fall der Volksbank Heilbronn kommen noch Altlasten dazu. Es geht der Zeitung zufolge vor allem um Belastungen aus Wertpapierleihgeschäften sowie unzureichender Risikotragfähigkeit im Kreditgeschäft. Diese würden aber im Rahmen der nun beginnenden Fusionsgespräche innerhalb der genossenschaftlichen Bankengruppe geklärt, so Spies und Mauch gegenüber der Presse. (jb)