Niederländischer Makleraufkäufer startet Expansion in Deutschland
Der Kauf des Maklers FVB Gesellschaft für Finanz- und Versorgungsberatung im vergangenen Jahr war der Auftakt. Nun will der niederländische Makleraufkäufer Yellow Hive in Deutschland Gas geben. Zu dem Zweck hat er eine deutsche Holding gegründet – und Branchenexperten eingestellt.
Der niederländische Maklerkonsolidierer Yellow Hive möchte in Deutschland durchstarten und weitere Vermittler aufkaufen. Ziel ist es, eine große Maklerorganisation aufzubauen. Daher hat die Gesellschaft, die im vergangenen Oktober bereits die FVB Gesellschaft für Finanz- und Versorgungsberatung übernommen hatte, die Yellow Hive Germany GmbH als deutsche Holding gegründet. Leiter des Unternehmens und CEO ist seit Juli Tom Rohrbach, früherer Bereichsleiter im Makler- und Kooperationsvertrieb bei der HDI Deutschland. Ihm stehe Ralf Blum, zuletzt CIO des Mitbewerbers GGW Group, als Chef fürs Operative (COO) zur Seite, heißt es in einer Mitteilung.
Kapital für die Übernahme von Maklern scheint bei Yellow Hive genug vorhanden. Die Private-Equity-Gruppe IK Partners hat vergangenes Jahr über den "IK SO I Fund" Geld von drei Hauptinvestoren eingesammelt: Alpinvest, TPG GP Solutions und Pantheon. Yellow Hive möchte aber nicht nur in Deutschland sowie in den Niederlanden zukaufen und expandieren, sondern auch in weiteren europäischen Märkten wie Belgien und Spanien.
Fokus auf Spezialmakler und mittelständische Finanzdienstleister
"Unser offizieller Start in Deutschland ist ein weiterer Schritt zum Ziel von Yellow Hive, durch Partnerschaften und Übernahmen ein bedeutender paneuropäischer Finanzdienstleister der Versicherungswirtschaft zu werden", lässt sich Rohrbach in der Mitteilung zitieren. "Wir verfolgen die Strategie 'Klasse statt Masse': Yellow Hive Germany fokussiert sich auf Spezialmakler und mittelständische Finanzdienstleister, die noch eine enge und vertrauensvolle Beziehung zu ihren Kunden haben."
Man wolle Unternehmern helfen, ihr Lebenswerk zu erhalten und auszubauen, so Rohrbach weiter. In der Regel bleibe die Führung an Bord. "Sie bekommt Unterstützung etwa bei der Digitalisierung der Bestände, der Finanzierung und auch bei der Regelung der Nachfolge", skizziert er die Strategie nach Kauf. (jb)














