Nur noch zwei Vergütungsmillionäre: NordLB spart bei Spitzengehältern
Nach außergewöhnlich hohen Vergütungen im Vorjahr hat sich das Bild bei der NordLB wieder normalisiert. Der aktuelle Vergütungsbericht nennt nur noch zwei Mitarbeiter mit einem Einkommen von mindestens einer Million Euro.
Bei der NordLB ist die Zahl der Mitarbeiter mit einer Gesamtvergütung von mindestens einer Million Euro im vergangenen Jahr deutlich gesunken. Insgesamt kam die Landesbank auf zwei Vergütungsmillionäre. Das geht aus dem Vergütungsbericht der NordLB hervor, den "Bloomberg" ausgewertet hat. Im Jahr 2024 hatte die Zahl solcher Vielverdiener noch bei fünf Personen gelegen.
Der Rückgang "ist darauf zurückzuführen, dass im Geschäftsjahr 2024 Einmaleffekte im Zusammenhang mit Veränderungen im Vorstand der NordLB zu berücksichtigen waren", erklärte die Bank im Bericht. Von den beiden Vergütungsmillionären im vergangenen Jahr lag einer in der Spanne von einer Million Euro bis knapp 1,5 Millionen Euro und der andere in der Spanne von 1,5 bis knapp zwei Millionen Euro.
Namen und genaue Vergütungssummen werden – wie in derartigen Berichten üblich – nicht genannt. Die NordLB wollte auf Anfrage von "Bloomberg News" keinen Kommentar abgeben.
Bestes Ergebnis seit zehn Jahren
Die NordLB erzielte im vergangenen Jahr einen Vorsteuergewinn von fast einer halben Milliarde Euro. Das war das beste Ergebnis seit zehn Jahren. Nach einer milliardenschweren Rettung im Jahr 2019 hatte die Landesbank ihr Geschäftsmodell angepasst, Stellen gestrichen und war auf die Erfolgsspur zurückgekehrt.
Bei Banken in Deutschland gibt es jedes Jahr Hunderte Vergütungsmillionäre, vor allem im privaten Bankgewerbe. Doch auch im genossenschaftlichen und im öffentlich-rechtlichen Bankensektor – etwa bei den Landesbanken – sind einige solcher Vielverdiener zu finden. In die Statistik zu den Vergütungsmillionären werden Mitarbeiter einbezogen, die als Risikoträger gelten – also deren Tätigkeit das Risikoprofil einer Bank wesentlich beeinflusst. (mb/Bloomberg)














