Das Hamburger Fintech Tomorrow möchte in einer neuen Finanzierungsrunde vier Millionen Euro einwerben. Mit dem Geld sollen die "nächsten Meilensteine" erreicht werden, sagte Michael Schweikart, einer der drei Gründer der Smartphonebank, dem "Handelsblatt".

Anders als bei Start-ups üblich soll das frische Geld nicht ausschließlich von Venture-Capital-Fonds oder Frühphaseninvestoren kommen, sondern zur Hälfte aus der "Community", also von den eigenen Kunden. Bislang betreut das Fintech, das sich als nachhaltige Alternative zu herkömmlichen Banken positioniert, eigenen Angaben zufolge rund 40.000 Verbraucher. Die Banking-App kam Ende 2018 an den Markt (FONDS professionell ONLINE berichtete).

Tokenbasierte Genussrechte ab 100 Euro
Die Kunden sollen "maximale Transparenz" erhalten, verspricht die Smartphonebank. Sie sollen die gleichen Konditionen erhalten wie die Bestandsinvestoren. "Das Risiko bleibt hoch, aber die Crowd-Investoren haben die Gewissheit, dass professionelle Kapitalgeber die Bedingungen gecheckt haben und das Engagement eingehen wollen", schreibt das "Handelsblatt".

Konkret können die Tomorrow-Kunden ab 100 Euro tokenbasierte Genussrechte zeichnen und an einer möglichen Wertsteigerung teilhaben. Das Geld soll genutzt werden, um neue Funktionen einzuführen. Dazu gehören unter anderem die Zahlung mit Apple Pay und ein Dispokredit. Dabei kooperiert Tomorrow mit der Solarisbank – eine eigene Banklizenz hat das Fintech nicht.

Nachhaltigkeitsfonds in Arbeit
Auch ein Nachhaltigkeitsfonds soll initiiert werden. "Wir haben uns den Markt angesehen und eigentlichen keinen entdeckt, der unseren Ansprüchen gerecht wird", zitiert das "Handelsblatt" den Mitgründer. Umgesetzt werden soll die Strategie von einem externen Fondsmanager. (bm)