Online-Banking boomt. Immer mehr Menschen in Deutschland entscheiden sich für ein Konto bei einer Direktbank. Die drei größten Anbieter ING, DKB und Comdirekt konnten ihre Reichweite zuletzt deutlich steigern. Das berichtet das "Handelsblatt". Bei der DKB aus Berlin stieg die Zahl der privaten Girokonten von Januar bis Ende Juni um 111.000. Mittlerweile verwaltet die Direktbank rund drei Millionen Girokonten.

Bei der ING war der Zulauf noch größer. Hier eröffneten rund 200.000 Menschen ein neues Konto. Die Zahl der Girokonten stieg von 2,5 Millionen Ende 2019 auf inzwischen 2,7 Millionen Konten. Bei der Comdirect erhöhte sich die Zahl der Girokonten um knapp 80.000 auf rund 1,7 Millionen. Im ersten Halbjahr hatte die Tochter der Commerzbank rund 128.000 Kunden hinzugewonnen. Insgesamt kommen die drei Online-Banken heute auf rund 7,4 Millionen Girokonten.

Kostenlos-Kultur lockt Kunden
Damit liegen sie noch hinter den gut 380 deutschen Sparkassen, die zusammen rund 35 Millionen Girokonten führen. Auch die Genossenschaftsbanken liegen mit 26 Millionen Girokonten noch um Längen vor den Online-Anbietern. Doch der Abstand schrumpft: "Der Wettbewerb am deutschen Bankenmarkt ist hart, auch weil es vergleichsweise viele Kreditinstitute gibt. Online-Banken bieten Girokonten gratis an, was viele Kunden anlockt", analysieren die Handelsblatt-Autoren. (fp)