Neben den Firmengründern Valentin Stalf und Maximilian Tayenthal zählt die Smartphone-Bank N26 neun weitere Top-Manager zu ihrem Führungszirkel. Drei von ihnen verlassen das Unternehmen jetzt, wie das "Handelsblatt" berichtet. Patrick Kua, Martin Schilling und Robert Kilian kehren dem 2013 gegründeten Berliner Start-up mit Wiener Wurzeln den Rücken.

Kua war zwei Jahre lang technischer Direktor des Unternehmens und ist schon nicht mehr an Bord. Laut der N26-Homepage rückt an seine Stelle Gino Cordt, der bereits seit 2015 im Unternehmen ist. Schilling, verantwortlich für das operative Geschäft der Bank, und der juristische Direktor Robert Kilian werden laut "Handelsblatt" zum Ende des ersten Quartals ausscheiden. Wie das Internetportal "Lawyers Magazine" schreibt, war Kilian maßgeblich daran beteiligt, dass das Unternehmen 2016 die EZB-Bankenlizenz bekam und zuletzt eine Finanzierung in Höhe fast einer halber Milliarde US-Dollar an Land ziehen konnte.

Für Kilian steht noch kein Nachfolger fest, er werde aber bis Ende März bleiben und die Übergabe gewährleisten, bestätigte N26 gegenüber dem Handelsblatt. Schillings Aufgaben wird Thomas Grosse übernehmen, wie die Düsseldorfer Wirtschaftszeitung unter Bezugnahme auf das Portal "Financefwd“ schreibt. Grosse stieß im vergangenen Oktober von Google zum Team der Handybank.

Erfolgreiches Start-up
2013 gegründet, ist N26 mit der Idee, Bankdienstleistungen allein übers Handy anzubieten, seit 2015 am Markt und hat derzeit rund 3,5 Millionen Kunden aus 26 Ländern. Zuletzt hatte das Fintech-Unternehmen seinen Markteintritt in den USA erfolgreich umgesetzt. (tw)