Für Postbank-Kunden wird das Konto ab dem 1. Oktober teurer. Das berichtet die Süddeutsche Zeitung. So habe die Bank angekündigt, die Preise für ihr Kontomodell "Postbank Girokonto Plus“ von derzeit 3,90 Euro auf 4,90 Euro pro Monat zu erhöhen. Überweisungen mit Papier-Beleg werden ebenfalls teurer. Sie kosten in Zukunft 1,90 Euro statt 0,99 Euro pro Stück.

Die Deutsche Bank als Muttergesellschaft der Postbank will dem Bericht zufolge demnächst nachziehen und die Gebühren für Geschäftskunden erhöhen. Auch Wertpapiertransaktionen sollen teurer werden. Andere Produkte könnten dafür im Preis fallen. Experten gehen davon aus, dass bald auch Volksbanken und Sparkassen ihre Gebühren erhöhen.

Eine neue Welle an Gebührenerhöhungen
Die letzte große Welle an Preiserhöhungen liegt zwei Jahre zurück. Damals hoben fast alle Banken in Deutschland ihre Gebühren an, weil sie aufgrund der Nullzinspolitik weniger Geld einnahmen. Das Zinsniveau ist unverändert niedrig, so dass die Ertragsschwäche alles andere als behoben ist. Banken nutzen bei der Preiserhöhung auch die Trägheit vieler Deutscher: Ein großer Teil der Kunden hat steigende Kontogebühren in der Vergangenheit zähneknirschend hingenommen, ohne die Bank zu wechseln. (fp)