Der Auftakt der Tarifverhandlungen für die Postbank-Beschäftigten zwischen der Vereinten Dienstleistungsgewerkschaft (Verdi) und der Postbank-Mutter Deutsche Bank ist gestern Abend (10.1.) ergebnislos zu Ende gegangen. Das teilt die Gewerkschaft mit. Die nächsten Gespräche sind für den 22. Februar geplant.

"Der Auftakt war enttäuschend. Es gab keine klaren Aussagen der Arbeitgeberseite zu unseren Forderungen", sagt Verdi-Verhandlungsführer Jan Duscheck. Besonders empörend sei, dass die Bank ein großes Fragezeichen an einen Inflationsausgleich per Gehaltserhöhung gemacht hat. "Damit ist es sehr wahrscheinlich, dass es jetzt sehr zeitnah zu ersten Warnstreiks kommen wird", so der Gewerkschaftler.

"Sachlich-konstruktive Atmosphäre"
Ein Sprecher der Deutschen Bank erklärt dem "Handelsblatt" zufolge, dass die Verhandlungen für die rund 8.000 Beschäftigten in sachlich-konstruktiver Atmosphäre begonnen hätten. "Im Rahmen der ersten Verhandlungsrunde haben die Gewerkschaften ihre Forderungen konkretisiert und erläutert", führte er aus. 

Die Dienstleistungsgewerkschaft war mit der Forderung nach sechs Prozent Lohnplus, mindestens aber 180 Euro mehr Gehalt in die Verhandlungen gegangen. Darüber hinaus fordern die Interessenvertreter eine Erhöhung der Ausbildungsvergütung um 150 Euro sowie eine unbefristete Übernahme für Auszubildende nach Abschluss der Lehre. Einen Schwerpunkt bei diesen Verhandlungen nimmt das mobile Arbeiten ein: Anspruch darauf soll es für bis zu 60 Prozent der Beschäftigten geben, mit einer einmaligen Kostenerstattungspauschale in Höhe von 1.500 Euro oder eine Mobilitätspauschale für Beschäftigte, die nicht mobil arbeiten können in Höhe von 1.500 Euro. (jb)